ALLERLEI SCHÖNHEIT ENTSTEHT AUS DER AUFRECHTEN FURCHT VOR ALLAH

EINLEITUNG



In diesem Moment, während Sie gerade dieses Buch lesen, sind Sie nicht allein im Zimmer, Sie sind niemals wirklich alleine gewesen, selbst wenn Sie dies geglaubt haben. Allahs berufene Engel sind ständig wachsam und bewahren all Ihren Tun in ihrem Gedächtnis. Jedes Wort aus Ihrem Mund schreiben sie nieder. Jeder Schritt, jeder Gedanke von Ihnen, alles, was Sie tun, selbst die aufgeschobenen Pflichten: alles wird ohne Unterlass festgehalten.
Diese Engel unterscheiden nicht zwischen großen und kleinen Taten. Selbst in Ihrem Schlaf sind sie immerfort bei Ihnen. Sie erfüllen fehlerlos ihre Pflichten. Sie sind niemals nachlässig und irren sich nie, sie führen fehlerlos ihren Auftrag aus.
Es warten aber auch Ihre berufenen Engel des Todes.
Worauf warten sie? Darauf, dass sich Ihre vorherbestimmte Zeit erfüllt. Wenn der festgelegte Zeitpunkt Ihres Todes näher rückt, sind sie es, die Ihre Seele in Empfang nehmen.
Gleichwohl gibt es da auch andere Zeugen, die wir noch nicht erwähnt haben, an die Sie nicht denken: dies sind Ihre stummen Zeugen, Ihre Hände und Ihre Haut.
Am Tag des Gerichts werden sich alle diese Zeugen versammeln, sie werden mit Allahs Erlaubnis reden und ihre Aussage über Sie treffen.
Wenn Sie womöglich zu denen gehört haben, die Gott nicht fürchteten, werden sie Zeugnis wider Sie ablegen.
Die Menschheit wurde erschaffen, um Gott zu verehren und sie wird ständig geprüft.
Unser zeitliches Dasein beträgt im Durchschnitt sechzig Jahre – wenig Zeit, bis wir eines Tages vor den Thron Gottes gebracht werden, um vor Ihm über jede Sekunde unseres Lebens Rechenschaft abzulegen.
Wenn jeder durch die Aussage dieser Zeugen erfahren hat, welches seine Verdienste sind, die er sich auf Erden erworben hat, dann wird Allah entscheiden, welcher Art das ewige Leben sein soll, das ihm zuteil werden wird.
Hat einer gute Taten vollbracht, so wird ihm das Buch in die rechte Hand gegeben werden, und er wird auf ewig gerettet sein.
Wenn er jedoch unter denjenigen ist, denen das Buch in die Linke gelegt wurde, so wird er sagen:
Was aber den anlangt, dessen Buch in seine Linke gegeben wird, so wird er sagen: "O dass mir doch mein Buch nicht gegeben worden wäre. Und ich nie gewusst hätte, wie es um meine Rechnungslegung steht! O hätte doch der Tod (endgültig) ein Ende mit mir gemacht! Mein Vermögen nützt mir nichts. Meine Macht ist dahin!" (Sure al-Haqqa: 25-29)
Von hier an wird er verstehen, mit dem Gesicht im Dreck in die Hölle gezerrt, von wo er nie wieder freikommt.
Der Grund für dieses schreckliche Ende ist dass die Menschen sich nicht vorstellen können, dass jede ihrer Handlungen festgehalten wird und dass sie eines Tages zur Rechenschaft gezogen werden. Daher haben diese Menschen ein sorgloses Leben geführt, ohne auf Allah und Seine Warnungen Acht zu geben.
Ein Mensch, der weder an ein Nachleben, an den Tag des Jüngsten Gerichts noch an einen Furcht einflößenden Ort der Bestrafung für falsche Taten und sorgloses Verhalten – wie die Hölle – glaubt, ein solcher Mensch wird keine Probleme haben Allahs Regeln zu ignorieren.
An der Gottesfurcht eines Menschen kann man nicht nur die Stärke seines Glaubens an Allah erkennen, man kann auch Vorhersagen über sein Schicksal in der Ewigkeit machen. Nur mit furchtsamer Achtung vor Allah und gewissenhafter Vorsicht findet man einen sicheren Weg.
Jeder gläubige Mensch muss sich mit der schrecklichen Realität des Tags des Jüngsten Gerichts auseinandersetzen, so sehr dass es unmöglich ist davon unberührt zu bleiben. Diese Furcht ist jedoch nur bei gläubigen Menschen vorhanden und eine sehr spezifische Art von Furcht, da Allah in vielen Versen des Quran beschrieben hat, was am Tag des Jüngsten Gerichts passieren wird; die Schreiber, Zeugen und die riesige Versammlung. Ein wahrer Gläubiger akzeptiert dies als eine absolute Sicherheit und fürchtet sich vor dieser beängstigenden Prüfung.
Alles was Sie tun ist sofort festgehalten, sogar während Sie dieses Buch lesen. Der Tag an dem Sie sich vor Allah für Ihre Taten verantworten müssen, nähert sich schnell. Daher hoffen wir, dass wir unter denen sind, die Allah durch furchtsame Achtung zufrieden gestellt haben:
... Und sorgt für euch vor; doch die beste Vorsorge ist taqwa (Gottesfurcht). Und fürchtet Mich, ihr Verständigen. (Sure al-Baqara: 197)
(„taqwa“ bedeutet Bewusstsein, Achtung oder Furcht vor Allah, die einen Menschen dazu anregt darauf zu achten, dass er keine falschen Taten vollbringt, und stattdessen darauf brennt, Dinge zu tun, die Ihm gefallen. In diesem Buch wird es übersetzt als „Allah zu fürchten“ oder „sich gegen das Übel zu schützen“ oder „Rechtschaffenheit“, je nach Zusammenhang.)
 

ALLAH BEFIEHLT IM QURAN, IHN ZU FÜRCHTEN



Allah zu fürchten ist nicht, wie von manchen Menschen angenommen, eine ausschließliche Eigenschaft von Propheten und denen die Ihm besonders nah sind, sondern vielmehr tragen alle Gläubigen dies in ihren Herzen, und die ganze Menschheit sollte so fühlen. Allah gibt im Quran klare Anweisungen:
O ihr, die ihr glaubt! Fürchtet Allah! Und eine jede Seele habe auf das acht, was sie für morgen vorausschickt. Und fürchtet Allah! Allah weiß sehr wohl, was ihr tut. (Sure al-Haschr: 18)
Unser Prophet macht uns auch in vielen seiner Aussagen darauf aufmerksam und erinnert seine Gläubigen immer Allah zu fürchten:
„Fürchtet Allah wo immer ihr seit; wenn ihr einer bösen Tat eine Gute folgen lasst werdet ihr sie auslöschen; und behandelt eure Mitmenschen mit einer guten Gesinnung.“ (Tirmidhi)
Allah hat die Menschheit erschaffen und ist daher sehr gut mit ihr vertraut. Er kennt die Menschen besser als sie sich selbst kennen. Er weiß was ein jeder geheim hält, selbst wenn man sein Geheimnis in der geheimsten aller geheimen Nischen seines Bewusstseins bewahrt. Er kennt die Art von Bedenken, welche die Seele erfährt und kennt die Spiele, die das Selbst treibt, weil Er der Erschaffer von jeder Seele ist und Er jeder Seele die Fähigkeit gegeben hat unfassbar Böses zu verrichten, und die Eingebung dieses Böse zu vermeiden, sodass jede Seele zur Rechenschaft gezogen werden kann. Allah hat auch Satan als Teil dieses Tests erschaffen, und hat ihm ein paar einzigartige Fähigkeiten zur Verfolgung seines Ziels an die Hand gegeben.
Aus diesem Grund ist die Furcht vor Allah die größte Unterstützung eines jeden Gläubigen im Spießrutenlauf des Lebens, denn sie befähigt einen jeden sich so zu verhalten wie Allah es verlangt, daran zu arbeiten Allah zu erfreuen, und sich zu schützen vor den Versuchungen Satans und der eigenen Willensschwäche, indem man sich der Listen und Täuschungen bewusst ist und ihnen widersteht. Eine solche Gesinnung eignet sich nicht für Satans Versuche das unendliche Verlangen des Willensschwachen zu manipulieren.
Aus diesem Grund wird die Willensschwäche - mit Satans Ermunterung - eines Menschen vor allem anderen versuchen ihn davon zu entfernen sich vor Allah zu fürchten. Sie wird Ablenkung und Zerstreuung bringen, die Menschen davon abbringen Allah zu fürchten und vorsichtig mit Ihm umzugehen, indem sie vorschlägt, dass dies unnötig oder sogar falsch ist und dass Liebe zu Allah und ein reines Herz das ist, was wirklich wichtig ist. Ein gewissenhafter Leser des Quran wird jedoch mit Leichtigkeit sehen, dass solche Vorschläge keine wirkliche Grundlage haben. Sie dienen lediglich als Ablenkung und Täuschung, denn Allah befiehlt seinen Gläubigen im Quran mit äußerster Klarheit ihn zu fürchten. Dieser Befehl findet sich in zahlreichen Versen des Quran:
„... Und fürchtet Allah und wisset, dass Allah streng straft.“ (Sure al-Baqara: 196)
“... Und fürchtet Allah und wisset, dass ihr zu Ihm versammelt werdet.” (Sure al-Baqara: 203)
“... Und fürchtet Allah, und wisset, dass Allah über alles Bescheid weiß.” (Sure al-Baqara: 231)
“... Und fürchtet Allah und wisset, dass Allah euer Tun sieht.” (Sure al-Baqara: 233)
“... Fürchtet Allah und sucht, Ihm Nähe zu kommen, und strengt euch auf Allahs Weg an, damit es euch wohlergeht.“ (Sure al-Ma’ida: 35)
Wie auch bei jedem anderen Thema wird ein Gläubiger rückhalts- und bedingungslos danach streben Allahs Befehlen nachzukommen. Anders als diejenigen, die sich des Quran nicht bewusst sind und die hinterfragen, ob es notwendig oder wesentlich ist Allah zu fürchten, sind sie nicht verleitet von Vorschlägen und Antrieb Satans. Diese lösen verwirrende Ängste aus, warum ein gläubiger Muslim, der Allah liebt, ihn fürchten solle. Die täglichen Gebete und das Fasten sind verpflichtende Praktiken, die man nach bestem Vermögen ausführen sollte. Furcht vor Allah ist ein essentieller spiritueller Zustand, den ein Gläubiger aufrichtig versuchen muss in sich selbst hervorzubringen.
Insgesamt also hat Allah detailliert im Quran die göttliche Weisheit bekannt gemacht, warum man Ihn fürchten solle. Wir werden dieses Thema im Detail in den folgenden Kapiteln untersuchen.
 

FURCHT VOR ALLAH IM QURAN



O ihr, die ihr glaubt! Fürchtet Allah geziemend, und sterbt nicht anders denn als Muslime. (Sure Al-Imran: 102)
Der Vers „Fürchtet Allah wie er gefürchtet werden sollte“ verkündet ein Thema, das im Quran mit äußerster Offenheit und Detailliertheit behandelt wurde. Welche Form der Furcht, welche Ebene des geistigen Zustands, und die Dringlichkeit der Vorschrift wurden alle einzeln in Allahs Versen ausgebreitet und erklärt. Es ist ohne Zweifel eines der wichtigsten Ziele der Offenbarungen im Quran:
Dies ist eine Botschaft für die Menschen als Warnung für sie. Sie sollen hieraus erkennen, dass es nur einen einzigen Gott gibt. Und alle Verständigen mögen dies bedenken. (Sure Ibrahim: 52)
Jetzt werden wir sehen, wie Allah gefürchtet werden soll, laut den Versen des Quran.
Jeder soll Allah fürchten, wie es ihm möglich ist
„So bleibt euch Allahs bewusst so gut ihr nur könnt und lauscht und gehorcht...“ (Sure at-Taghabun: 16)
Im Quran hat Allah der Menschheit ausführlich Seine ewige Macht erklärt, er hat Rang und Überlegenheit vergrößert, und auch die strenge Bestrafung, die Er für diejenigen vorbereitet hat die gegen Ihn rebelliert haben. Wenn man dies behält kann man von jedem erwarten lang mit Ernsthaftigkeit darüber nachzudenken. Sowohl die Absichten als auch die Taten eines Menschen sollten seine informierte Haltung dazu widerspiegeln. Ein jeder soll dies, wie im Quran beschrieben, nach bestem Gewissen verfolgen. Ein jeder soll Allahs Macht, soweit es ihm möglich ist, anerkennen, und aufmerksam sein vor Seinen Warnungen vor der ewigen Bestrafung in der Hölle. Demzufolge: Furcht vor Allah wird eine natürliche Gegebenheit im eigenen Herz. Ähnlich dazu sollte ein Gläubiger, so weit es ihm möglich ist, furchtsam und bedacht zu sein, seine Verpflichtung zum Gebet wie im Quran beschrieben nicht zu erfüllen, und unrechtmäßige Taten zu begehen, denn die Dinge vor denen man furchtsam und bedacht sein soll wurden ebenfalls detailliert im Quran erklärt:
Und so sandten Wir ihn als arabischen Quran hinab und flochten darin auf vielfältige Weise Drohungen ein, damit sie gottesfürchtig werden mögen oder er ihnen Anlass zu neuem Gottesbewusstsein würde. (Sure Ta Ha: 113)
Hier ist ein weiterer, sehr wichtiger Punkt der klargestellt werden muss: Gottesfurcht vor Allah ist nicht ein Gefühl, welches ausschließlich erreicht werden kann indem man durch zahlreiche und schwierige geistliche Lebensabschnitte geht. Ganz im Gegenteil, es ist ein tiefempfundenes Gefühl, dem sich keiner, der mit offenem Geist nachdenkt, entziehen kann. Eine Person, die sich eine wahrhaftige Gottesfurcht vor Allah zu besitzen wünscht könnte dies erreichen durch einen Moment der aufrichtigen Besinnung. Genauer gesagt, ein Mensch, der auch nur eine Sekunde lang über den Tod und die Konsequenzen, mit denen man nach dem Tod konfrontiert wird, nachdenkt kann diesen vereinten Sinn von Furcht, Staunen und Respekt erlangen. Dies ist gänzlich abhängig von dem Verständnis der Person und ihrer Fähigkeit zur Aufrichtigkeit.
Gottesfurcht vor Allah im Unsichtbaren
Um Verwirrung mit anderen weltlichen Ängsten zu vermeiden hat Allah auch im Quran die Emotionen und den Zustand der Spiritualität eines Gläubigen, der Allah fürchtet, beschrieben. Die Gottesfurcht eines Gläubigen ist eine Furcht, die keiner anderen Furcht ähnlich ist; diese Furcht ist äußerst tief und voll von Ehrfurcht. Diese Art von Furcht ist anders als andere Furcht und soll keinen Schmerz und kein Unbehagen auslösen. Ganz im Gegenteil, sie erinnert die Menschen an ihre Demut und Knechtschaft vor Allah und öffnet und erweitert das Bewusstsein und den Intellekt. Diese Furcht befähigt eine Person ein sehr hohes Niveau von aufrichtigem Verhalten zu erreichen.
Diese Furcht wird das brennende Verlangen eines Gläubigen nach dem Jenseits vergrößern und Hoffnung und Eifer auslösen. Gottesfurcht vor Allah vergrößert sich um ein Vielfaches über der Nähe und Liebe eines Gläubigen zu Allah; sie ist ein essentielles Gefühl, welches das Erleben von größter spiritueller Freude erlaubt. Der Quran erwähnt in vielen Versen die tiefe Ehrfurcht, die ein Gläubiger besitzt:
Diejenigen, welche ihren Herrn fürchten, obwohl Er ihnen verborgen ist - ihnen wird Verzeihung und großer Lohn zuteil. (Sure al-Mulk: 12)
Und die verbinden, was Allah zu verbinden geboten hat, und die ihren Herrn fürchten und Furcht vor einer schlimmen Abrechnung haben. (Sure ar-Ra’d: 21)
Der den Erbarmer, ohne Ihn zu sehen, fürchtete und mit reuigem Herzen (zu Ihm) kam. (Sure Qaf: 33)
Jene, welche Allahs Botschaft ausrichteten und Ihn fürchteten und niemand fürchteten außer Allah. Und niemand hält Abrechnung wie Allah. (Sure al-Ahzab: 39)
Durch Furcht Hoffnung empfinden
Obwohl ein Gläubiger Allah fürchtet, so sollte er doch nie Allahs Mitleid, Gnade und Vergebung vergessen, oder dass Er der Eine ist, der auf Grund seiner Großzügigkeit Reue akzeptiert. Dies wird im Gegenzug der Grund dafür sein, dass man eine aufrichtige Hoffnung hat, während man echte Gottesfurcht verspürt. Eine tiefe Furcht vor Allah wird eine tiefgründige Ebene der Reflektion über diese Eigenschaften Allahs hervorbringen, was einem Gläubigen eine noch größere Wertschätzung von Allahs Überlegenheit und Größe ermöglicht, was eine größere Nähe zu Allah hervorbringt. Man wird eine bessere Wahrnehmung von Allahs Gnade, Seines Anmutes und Seiner unfassbaren Vergebung erlangen.
Daher wird sich ein wahrer Gläubiger umdrehen und Allah in einem spirituellen Zustand voller Furcht und Hoffnung anflehen:
Sie erheben sich vom Nachtlager, um ihren Herrn in Fürcht und Verlangen anzurufen, und spenden von Unseren Geben. (Sure as-Sadschda: 16)
Dies ist ein Anzeichen, dass Gottesfurcht vor Allah nie ein Auslöser für Hoffnungslosigkeit und Pessimismus war. In vielen Versen des Quran wird festgelegt, dass ein Muslim zu allen Zeiten Hoffnung haben sollte:
Und stiftet auf Erden kein Verderben, nachdem in ihr Ordnung herrscht. Und ruft Ihn an in Furcht und Verlangen. Siehe, Allahs Barmherzigkeit ist denen Nähe, die Gutes tun. (Sure al-A’raf: 56)
Sprich: "O meine (Gottes-)Diener, die ihr euch gegen euch selber vergangen habt! Verzweifelt nicht an Allahs Barmherzigkeit; seht, Allah verzeiht die Sünden allzumal. Er ist gewiss der Vergebende, des Barmherzige. (Sure az-Zumar: 53)
Andererseits ist Hoffnungslosigkeit typisch für Ungläubige, was auch in verschiedenen Quranversen aufgezeigt wird:
Und diejenigen, welche nicht an die Offenbarungen Allahs und die Begegnung mit Ihm glauben - sie sind es, die an Seiner Barmherzigkeit verzweifeln; und sie werden schmerzliche Strafe erleiden. (Sure al-'Ankabut: 23)
O ihr, die ihr glaubt! Schließt keine Freundschaft mit einem Volk, dem Allah zürnt. Sie haben die Hoffnung auf das Jenseits aufgegeben, so wie die Ungläubigen die Hoffnung hinsichtlich derer aufgegeben haben, die begraben sind. (Sure al-Mumtahana: 13)

WARUM FÜRCHTEN GLÄUBIGE ALLAH?



Um zu verstehen, warum Gläubige Allah fürchten, ist es sehr wichtig zu verstehen, dass Furcht vor Allah ein Gefühl ist, welches Vertrauen, Eifer, Liebe und Respekt vor Allah in dem Gläubigen entflammen lässt. Diese Furcht schützt eine Person davor, eine Gesinnung anzunehmen, die Allah nicht billigt, und zügelt die überfließenden Verlockungen des Selbsts und regiert in grenzenloser Bosheit. Wenn man diese Gottesfurcht von ihren positiven Seiten sieht, so schafft sie eine Grundlage für gute Handlungen und eine gute Gesinnung.
Diese Furcht distanziert den Gläubigen von Allahs Bestrafungen und bringt ihm Allahs Wohlwollen und Freude ein, was zu größerer spiritueller Erfüllung führt. Sie weckt in einem Gläubigen das Bedürfnis Allahs Grenzen zu respektieren, sie gibt ihm eine kompromisslose Entschlossenheit darin, Allahs Bestätigung zu suchen und außerdem eine ständige Wachsamkeit. Im Weiteren wird die Furcht eines Gläubigen in dieser Welt ihn bewahren vor der Furcht vor dem letzten Tag und der ewigen Furcht und Angst in der Hölle. Ein Quranvers verkündet:
Die, welche von ihrem Besitz bei Nacht und am Tage, im Verborgenen und öffentlich spenden, die haben ihren Lohn bei ihrem Herrn; keine Furcht soll über sie kommen, und sie sollen nicht traurig sein. (Sure al-Baqara: 274)
Gläubige, die Allahs Warnungen und Bestrafungen fürchten und die mit absoluter Wachsamkeit an seinen Anweisungen und Beurteilungen festhalten, werden eine übergeordnete Moralvorstellung haben, welche Allah billigt: Bescheidenheit, Toleranz, Rücksichtnahme, Hingabe, einen reinen Intellekt und ein tiefes Bewusstsein von der alles übertreffenden Großartigkeit von Allahs Werk. Solche Menschen werden vorbildliches Verhalten zeigen und eine hohe Aufmerksamkeit und großes Einfühlungsvermögen besitzen. Kurz gesagt bereichert Gottesfurcht den Gläubigen. Sie verbessert sein inneres Sehen, und ruft einen edlen spirituellen Zustand hervor, erweitert durch feine Andeutungen von göttlicher Weisheit; es ist der Schlüssel zur ewigen Belohnung und zum ewigen Glück.
Sie fürchten Allahs erhabenen Rang
Ein Gläubiger, der ein Bewusstsein von Allah wie im Quran beschrieben besitzt, und der aufrichtig über Seine Eigenschaften nachdenkt, wird sofort anfangen diese innere Ehrfurcht zu empfinden, welche Allah auf Grund seines erhabenen Rangs und seiner Größe gebührt. Allahs Majestät, unglaubliche Größe und unendliche Macht wird im Gläubigen eine Gottesfurcht voll von absoluter Ehrfurcht und Erstaunen schaffen.
Diese Gottesfurcht ist eine natürliche Furcht, die im Herzen eines Gläubigen wächst, der sich Allahs hohen und übergeordneten Ranges bewusst ist. Die Stärke dieser Gottesfurcht wird sich proportional zur Glaubensstärke und Fähigkeit zum Nachdenken einer Person vergrößern. Dieser Art von Furcht wird im Quran als „hashyat“ („mit Scheu fürchten“) bezeichnet.
Allah besitzt unendliche Stärke, unendliches Wissen und unendliche Weisheit. Er tut was Er will, wann Er es will. Seine Taten werden nicht hinterfragt werden, aber Er hinterfragt die Taten der Menschen. Unser Herr ist über alle Maßen reich, Er ist reicher als jedes Wesen es jemals benötigen könnte. Die gesamte Schöpfung hängt jedoch von Ihm ab. Jeder Mensch und jede Sache ist aus nichts geschaffen und es ist Allah, Der ihre Existenz sicherstellt. Er ist der Besitzer von Allem und Jedem. Wenn Er es so wollte könnte Er jeden Menschen auslöschen und ihn durch andere Kreaturen ersetzen. Niemals vergisst Er etwas. Wenn Allah wünscht, dass etwas sei, so sagt Er lediglich „sei“ und es wird sein. Nichts kann Ihn jemals ermüden. Es steht für eine intelligente Person außer Frage auch nur für einen Moment eine gleichgültige Einstellung gegenüber Allah anzunehmen, ganz zu schweigen gegen Ihn, dessen Überlegenheit unendlich ist eine aufsässige Haltung einzunehmen.
Eine Person, die Allah wie im Quran beschrieben anerkennt und Seine Stärke zu schätzen weiß, wird überwältig mit Ehrfurcht sein auf Grund seiner Weite und wird Ihm gegenüber unterwürfig und vorsichtig sein, wie es sich gehört. Ein Gläubiger, der Allahs Görße, Majestät und Stärke kennt, weiß auch von seinen anderen Beinahmen wie „Der Rächer“, „Der Bezwinger“, „Der Bestrafer“ und „Der Erniedriger“. Er wird auch wissen, dass jeder Ausdruck, der gegen Sein Gebot geht, nicht ohne Reaktion von Seiner Seite sein wird. Der Gläubige wird im Wissen handeln, dass Allah zu allen Zeiten von allem weiß, dass Er allumgebend und alldurchdringend ist, und dass Er ihm näher ist als seine Venen im Hals.
Als ein Ergebnis der Aufrichtigkeit des Gläubigen wird Allah ihn mit Seiner unendlichen Güte mit Bestätigung in dieser Welt und mit dem Paradies im Jenseits belohnen:
Für den aber, der seines Herrn Gegenwart gefürchtet hatte, gibt es zwei Gärten. (Sure ar-Rahman: 46)
Mit Sicherheit ist es notwendig ein sehr gutes Verständnis seiner Quranverse zu besitzen, als auch fähig zu sein seine Zeichen in der nicht-geistlichen Welt zu erkennen, um Allah so zu würdigen wie es sich gehört. Angefangen mit dem kleinsten Atom oder der winzigsten Zelle, bis zu den größten Sternen oder Galaxien, der Besitz von detailliertem Wissen im Zusammenhang mit Allahs Schöpfung erhöht die Furcht eines Gläubigen vor Ihm. Mit diesen Dingen im Bewusstsein erhöht man noch weiter seine Ehrfurcht vor Allahs unendlicher Weisheit, Kraft und Wissen, wie es sich zeigt in der Komplexität der zahllosen Dinge, die Er geschaffen hat, und man bekommt auch ein besseres Verständnis für die völlige Einzigartigkeit Seiner Schaffenskraft. Dies wiederum würde eine vielfach größere Gottesfurcht schaffen. So zeigt Allah dieses Geheimnis im Quran:
... Aber nur die Wissenden unter Seinen Dienern fürchten Allah. Allah ist fürwahr mächtig, verzeihend. (Sure Fatir: 28)
Sie fürchten Allahs Warnungen
In einem anderen Vers weist Allah die Gläubigen an, Seine Warnungen zu fürchten, wie sie auch seinen erhabenen Rang fürchten:
Und werden euch gewiss das Land noch nach ihnen bewohnen lassen. Das gilt für jeden, welcher Meine Gegenwart und Meine Drohungen fürchtet." (Sure Ibrahim: 14)
Allah hat versprochen, dass diejenigen, die nicht an Ihn glauben und Ihm gehorchen, die nie darauf achten, was Ihm gefällt und die nicht seine Weisungen und Verbote erkennen, eine endlose, spirituelle und physische Bestrafung erhalten werden. Ein wahrer Gläubiger weiß, dass niemand auf der Welt sicher ist vor Allahs Bestrafung. Deswegen ist er ängstlich davor, der unerträglichen und endlosen Bestrafung unterworfen zu werden, was Allah denen, die den Glauben ablehnen, versprochen hat. Der geistige Zustand der wahren Gläubigen ist im Quran wie folgt beschrieben:
Und die den Tag des Gerichts für wahr halten und die die Strafe ihres Herrn fürchten. Denn vor der Strafe deines Herrn ist niemand sicher - (Sure al-Ma'aridsch, 26-28)
Die Seelen dieser Gläubigen, die wahrhaft Allah fürchten, zittern wenn sie jene Verse des Quran, die sich auf Das Feuer beziehen, rezitiert hören. Andererseits können diejenigen, die sich weigern zu glauben, nicht genau die Bedeutungen des Buch Allahs verstehen, selbst wenn sie es lesen. Daher werden nur wahre Gläubige die Warnungen Allahs vor den Qualen der Hölle in diesen Quranversen erkennen. Die einzigen Personen, die auf den Quran Acht geben, Allahs Bestrafung fürchten und vorsichtig handeln, sind wahre Gläubige. Ihre Vorbilder sind daher nicht andere Menschen, sondern vielmehr die gottesfürchtigen Gläubigen, die im Quran gelobt werden, und die Propheten.
Diese Menschen werden nicht arrogant oder übermäßig zuversichtlich, mit Gedanken wie: „diese Verse können unmöglich mich betreffen, da ich ein Gläubiger bin.“ Im Gegenteil – als ein Ergebnis ihres Glaubens hoffen sie jederzeit auf Erlösung und Allahs Gnade, wie im folgenden Vers herausgestellt:
Sie erheben sich vom Nachtlager, um ihren Herrn in Fürcht und Verlangen anzurufen, und spenden von Unseren Geben. (Sure as- Sadschda: 16)
Zu diesem Thema sagte Prophet Muhammad (saws):
„Wenn das Herz eines Gläubigen mit diesen zwei Gefühlen von Hoffnung und Furcht erfüllt ist, dann erfüllt der Allmächtige Allah seine Hoffnung und rettet ihn vor dem, was er fürchtet.“ (Ibn Majah)
Um die Menschen vor der Hölle zu bewahren hat Allah zahlreiche Warnungen und Erinnerungen im Quran gegeben. In der Hoffnung, dass die Ablehnenden furchtsam und vorsichtig in ihrem Verhalten werden könnten, wurden sie gewarnt mit den Strafen, mit denen sie im Jenseits zu rechnen haben. Dies ist im Quran betont:
... Sprich: "Die (wahren) Verlierer sind gewiss diejenigen, welche ihre Seelen und die ihrer Angehörigen am Tag der Auferstehung verlieren." Ist dies nicht der offensichtlichste Verlust? Über sich werden sie Feuerqualm haben und Feuerqualm unter sich. So versetzt Allah Seine Diener in Furcht. "O Meine Diener! Seid gottesbewusst!" (Sure az-Zumar: 15-16)
Die Wahrheit ist, dass Allah Menschen gewarnt hat, entweder durch Seine Verse oder mit der Vermittlung Seiner Propheten oder auch durch bestimmte Geschehnisse, die als Warnungen dienen. Er wird sie einladen und ihnen mit Seinen Bestrafungen Angst einjagen:
... Wir warnen sie, aber es bestärkt sie nur in ihrer großen Ruchlosigkeit. (Sure al-Isra: 60)
Der Vers zeigt klar, dass diejenigen, die beharrlich den Glauben zurückweisen, Allahs Warnungen keinen Nutzen haben, stattdessen ermutigen sie sie zu größerer Zügellosigkeit. Wenn die Zeit kommt wird die Strafe, die sie verleugnet haben, zur unabänderlichen Wahrheit werden. Allah sagt in einem seiner Verse:
Wehe dir, ja wehe dir! Erneut: Wehe dir, ja wehe dir! Glaubt der Mensch etwa, unbeachtet gelassen zu werden? (Sure al-Qiyama: 34-36)
Diejenigen, die sich während ihrer Zeit auf Erden vor der Gottesfurcht vor Allah verschlossen und Allahs Bestrafung geleugnet haben, kriegen die Aufzeichnungen über ihr Leben in ihre linke Hand nachdem sie zur Verantwortung gezogen wurden, zu welcher Zeit entsprechend über sie gerichtet wird und sie zu unendlicher Strafe verurteilt werden und in Gruppen in die Hölle getrieben werden. Wenn sie zu den Toren der Hölle geschleift werden, sind sie in einem Zustand des völligen psychischen Zusammenbruchs. Allah beschreibt den Moment in seinen Versen auf die folgende Weise:
Doch die Ungläubigen werden in Scharen zur Hölle getrieben, bis, wenn sie dorthin gelangt sind, ihre Tore geöffnet werden und ihre Hüter zu ihnen sagen: "Kamen denn keine Gesandte aus euerer Mitte zu euch, die euch die Botschaft eueres Herrn vortrugen und euch vor der Begegnung mit diesem euerem Tag warnten?" Sie werden sagen: "Jawohl." Somit ist das Strafurteil gegen die Ungläubigen gerecht. Dann wird gesprochen: "Tretet ein durch die Pforten der Hölle, ewig darin zu verweilen. Und wie schlimm ist die Wohnung der Hochmütigen!" (Sure az-Zumar: 71-72)
Auf diese Art treten sie durch die Tore der Hölle um dort ewig zu bleiben. Die Tore der Hölle werden zugezogen und verriegelt werden. Es wird keine Möglichkeit zur Flucht geben, und ihre Körper und Seelen werden unmessbaren, unerträglichen Schmerzen ausgesetzt. Jedoch wird keiner der Bestrafungen sie töten. Nach jedem Kontakt mit dem Feuer wird ihr versengtes Fleisch erneuert werden und die Bestrafung wird weitergehen. Sie werden scih nach einem Ende der Bestrafung sehnen, aber sie werden die folgende Antwort bekommen:
Da werden sie rufen: "O Malik! lass doch deinen Herrn ein Ende mit uns machen!" Er wird sprechen: "Ihr müsst bleiben!" (Sure az-Zukhruf: 77)
Die Bestrafung in der Hölle gibt es in verschiedenen Arten, von denen jede über die menschliche Vorstellungskraft hinausgeht. Die Abweichler werden Feuerholz für das Höllenfeuer sein, sie werden davon gefoltert werden. Ihr Gesichter werden im Feuer umhergerollt werden, mit gefesselten Händen werden sie in einen schmalen Spalt im Feuer geworfen werden, wo sie gekocht und gebrandmarkt werden. Während sie in diesem Zustand sind werden sie mit Knüppeln aus Eisen geschlagen werden, sie werden Hemden aus Teer tragen und auf Feuerbetten mit Decken aus Feuer schlafen. Sie werden bitteres, dorniges Gestrüpp und giftiges Zaqqum essen und Blut und verbrühenden Eiter trinken. Das kochende Wasser, welches man sie zu trinken zwingt, wird ihre Därme zersetzen, das Feuer wird ihre Gesichter vernarben, ihre Lippen werden von ihren Zähnen weggezogen, und sie werden stöhnen und keuchen. All dies ist nur ein Teil der körperlichen Bestrafungen in der Hölle.
Die Verdammten der Hölle werden auch den psychischen Entsprechungen ihrer physischen Schmerzen unterworfen. Sie werden sich gleichzeitig hilflos, hoffnungslos und reuevoll fühlen, und sie werden Entwürdigung, Schmach, Demütigung, Beschämung, Wut, Zorn und Zerwürfnis empfinden. Gleichzeitig werden die Bestrafungen, die sie erdulden, sie verzehren und sie zerstören.
Während sie diese vielfachen Angriffe von Schmerz und Leiden ertragen müssen, wird jeder von ihnen allein da stehen, und sie werden sich wie Feinde bekämpfen. Sie werden sich gegenseitig immerfort verfluchen. Ihr verrücktes Geschrei, Gröhlen, Betteln, Stöhnen und Ächzen wird zu einem ohrenbetäubenden Heulen verschmelzen.
Es wäre einfach sich vorzustellen, dass diejenigen, die einer solchen Bestrafung unterworfen werden, Kreaturen einer anderen Art seien. Dies ist jedoch nicht der Fall, tatsächlich sind sie Personen, die einmal auf der Erde gewohnt haben, die du gesehen haben könntest wie sie die Straße entlang gingen, von denen du manche wieder erkennen und persönlcih kennen könntest. Nichts hat sich verändert, außer, dass zu einer Zeit, zu der sie es am wenigsten erwartet hätten, die Engel des Todes ihre Seelen genommen haben, und sie fanden sich selbst vor Allah wieder, ihr eigenes Verhalten rechtfertigend, und schließlich bei der Buße für ihre Sünden in der Hölle. Von Allahs Kreaturen wissen nur die wahren Gläubigen von Allahs großer Warnung, und sie sind in einem Zustand, der von Furcht und Hoffnung geprägt ist:
Und diejenigen, welche bitten: "O unser Herr! Wende von uns die Strafe der Hölle ab; denn diese Strafe ist ewige Pein. (Sure al-Furqan: 65)
Sie fürchten den Verlust von Allahs Anerkennung und Liebe
Der wahre Gläubige, der eine intime und tiefgehende Liebe zu Allah besitzt, weiß sehr genau, dass die wichtigste Nahrung für diese Liebe wiederum eine intime, tiefe Gottesfurcht voller Respekt ist. Wahre Gläubige, die di unbeschreiblichen, spirituellen Freuden der Liebe zu Allah erlebt haben, habe große Angst davor, irgendwelche Verstöße oder Fehler zu begehen, welche diese Liebe gefährden, oder noch schlimmer, den Verdruss oder Feindschaft ihres Meist Geliebten Allah.
Gottesfurcht vor Allah ist unauflösbar verknüpft mit Liebe zu Allah. Liebe zu Allah kann nur mit Nähe zu Allah erreicht werden, welche entsteht wenn man eine enge und aufrichtige Verbindung zu Ihm entwickelt. Nähe zu Allah ist jedoch nicht möglich ohne seine Liebe und Anerkennung, welche man erreicht indem man Seine Einschränkungen wahrt und Seine Befehle erfüllt. Dies ist jedoch eine Position, die man nicht erreichen kann ohne zuerst Gottesfurcht vor Allah zu erlangen, denn die Seele einer Person, die Allah nicht fürchtet, wird ständig zu Dingen, die Allah nicht billigt, hingezogen sein, und wird nachlässig und gleichzeitig gleichgültig gegenüber den Dingen sein, die Allah sich von uns wünscht. Dies ist der Grund, dass die einzige Möglichkeit ist, Allahs Anerkennung zu gewinnen, Ihn zu fürchten.
Diese Reihenfolge der Dinge ist von Allah festgelegt. Daher wäre es Selbsttäuschung sich vorzustellen, man könne Seine Liebe und Anerkennung erlangen bevor man Ihn fürchtet. Vor allem anderen hat Allah angeordnet Ihn zu fürchten.
Sie wissen, dass Allah auch auf der Erde reagieren könnte
Der Quran gibt viele Beispiele der Bestrafung von Menschen durch Allah, als ein Resultat der Sünden, die sie auf der Erde begangen haben. Obwohl Allah ihnen genügend Möglichkeiten gegeben hat es zu vermeiden, litten diejenigen, die auf ihre Verleugnung des Glaubens bestanden haben, unter den Konsequenzen von Allahs Reaktion auf ihre Handlungen während sie noch auf der Erde sind, und dienten als ein vorzügliches Beispiel für andere Menschen.
Ein sehr gutes Beispiel dafür ist die Geschichte von Korah, dem durch Allah großer Reichtum beschert wurde. Als eine Folge dieses enormen Reichtums wurde er überheblich und entwickelte einen übertriebenen Sinn von Selbstherrlichkeit. Die Menschen waren zunächst überzeugt von Korahs großer Macht und in absoluter Bewunderung ihm gegenüber, jedoch verstanden sie später, als er dem Tod, als Folge seines erbitterten Stolzes, in die Augen schauen musste, die Wahrheit. In einer völlig unerwarteten und unvorhersehbaren Art und Weise wurde Korah zerstört, als direktes Resultat seiner Aufsässigkeit und lehrte die Menschheit anschaulich und objektiv eine Lektion:
So ging er in seinem (vollen) Schmuck zu seinem Volke hinaus. Jene nun, die auf das irdische Leben begierig sind, sprachen: "O dass wir doch besäßen, was Korah gegeben wurde! Er hat wirklich gewaltiges Glück!" (Sure al-Qasas: 79)
Dann ließen Wir die Erde ihn und sein Haus verschlingen. Da fand er niemand, ihm zu helfen, außer Allah; und er konnte auch sich selbst nicht helfe. Am anderen Morgen sagten jene, die sich tags zuvor en seine Stelle gewünscht hatten: "Sieh nur! Allah versorgt, wen von Seinen Dienern Er will, reichlich oder bemessen. Wäre Allah uns nicht gnädig gewesen, hätte Er die Erde unter uns gespalten. Sieh nur! Den Ungläubigen ergeht es nicht wohl." (Sure al-Qasas: 81-82)
Die Geschichte von Korah und andere Berichte im Quran über viele hervorragende und mächtige Gemeinden, die nicht imstande waren sich vor Allahs Bestrafung zu beschützen, machen auf die Tatsache aufmerksam, dass Allah sie hier auf der Erde bestraft hat. Diese Gegebenheit wird in vielen Versen des Quran erklärt:
Reisten sie denn nicht durch das Land? Sahen sie denn nicht, wie das Ende derer war, die vor ihnen lebten? Sie waren stärker als sie an Kraft und bebauten und bevölkerten die Erde mehr als sie!.. (Sure ar-Rum: 9)
... Wusste er nicht, dass Allah bereits vor ihm ganze Geschlechter vernichtet hatte, die an Kraft stärker as er waren und mehr aufgehäuft hatten?.. (Sure al-Qasas: 78)
Doch wie viele Geschlechter, die sie an Reichtum und Gefolgschaft übertrafen, vertilgten Wir vor ihnen! (Sure Maryam: 74)
Die Sache, die einen wahren Gläubigen von anderen Menschen unterscheidet, ist ein Bewusstsein all dieser Dinge, sie fürchten Allah mit innerer Ehrfurcht und verhalten sich mit Bedacht. Wenn sie einen Fehler machen oder sogar eine falsche Handlung begehen, sind sich bewusst, dass Allah sofort reagieren könnte und so wenden sie sich an Allah in einem Zustand der Reue und Buße, ihn nach Vergebung anflehend. Ein wahrer Gläubiger ist Allah gegenüber sehr furchtsam und hat gleichzeitig Vertrauen in Allahs unendliche Gnade. Dieses Einfühlungsvermögen resultiert ausschließlich daraus, dass sie über das Jenseits reflektieren.
Im Quran erwähnt Allah die Menschen, die eine ziemlich entgegengesetzte Einstellung haben. Obwohl die kommende Bestrafung klar abzusehen ist, versagen sie darin, die Realität ihrer eigenen misslichen Lage zu sehen und fahren mit ihrem falschen Benehmen fort. Diese Situation ist im Quran folgendermaßen beschrieben:
Und als sie eine Wolke auf ihre Täler zukommen sahen, sagten sie: "Das ist eine Wolke, die uns Regen bringen wird!" - "Nein! Es ist das, was ihr euch herbeigewünscht habt: ein Wind, der eine schmerzliche Strafe mitführt. Er wird alle Dinge vernichten, auf seines Herrn Befehl." Und am Morgen sah man nichts als ihre (leeren) Wohnungen. So bestraften Wir das sündige Volk! (Sure al-Ahqaf: 24-25)
Wenn wir schlussendlich den Quran betrachten sehen wir, dass schlechte Taten, solange derjenige, der sie begangen hat, sie nicht bereut und damit aufhört, so wie es Allahs erhabener Gerechtigkeit gebührt, nicht unbestraft bleiben. Jedoch erreicht diese Bestrafung manche Menschen hier auf der Erde, anderen wird sie erst am Tag der Abrechnung eröffnet.
Diejenigen, die Undankbarkeit zeigen und von ihren Taten nicht abzubringen sind, sind niemals sicher vor der Bestrafung, die Allah ihnen von einer Sekunde auf die andere auferlegen kann. Diese Tatsache wird folgendermaßen im Quran beschrieben:
Seid ihr denn davor sicher, dass Er euch nicht in die Erde versinken lässt oder einen (tödlichen) Sandsturm gegen euch schickt? Dann fändet ihr keinen Beschützer für euch. Oder seid ihr davor sicher, dass Er euch nicht ein weiteres Mal auf das Meer hinausführt und einen Sturm gegen euch loslässt und euch für euere Undankbarkeit ertrinken lässt? Dann fändet ihr keinen Helfer gegen Mich. (Sure al-Isra: 68-69)
Der Prophet Mohammed macht Allahs erhabene Gerechtigkeit so deutlich:
“Demjenigen, in Dessen Hand meine Seele ist, musst du eindringlich klar machen, was erlaubt und verboten ist, was unehrenhaft ist, oder Allah wird dich sicherlich bald durch Ihn selbst bestrafen. Dann wirst du Ihn anflehen und keine Antwort erhalten.“ (Tirmidhi)
Menschen dürfen nicht ihr gesamtes Leben verantwortungslos leben, denn sie müssen sich Allah erklären. Gegen dieses vorzugehen würde bedeuten, Allahs Bestrafung auf sich zu ziehen. Bewusst auf so einem Verhalten zu beharren ist ein eindeutiger Beweis, darin zu versagen, die Totalität von Allahs Macht anzuerkennen. Wenn Allah wollte, könnte Er jederzeit all den Segen, den Er der Menschheit gewidmet hat, zurücknehmen. Darauf verweisen die Verse im Quran, die im Folgenden zitiert werden: Wenn Wir es wünschten, könnten Wir ihr Augenlicht auslöschen. Obwohl sie vielleicht für den Weg um die Wette rennen würden, wie könnten sie dann sehen?
Und wenn Wir gewollt hätten, hätten Wir ihr Augenlicht verlöschen lassen können. Aber auch dann würden sie versuchen, um die Wette zum rechten Pfade zu rennen. Doch wie könnten sie (ihn) sehen? Und wenn Wir gewollt hätten, hätten Wir sie an ihrem Platze anwurzeln lassen können, so dass sie sich weder vor - noch zurückbewegen könnten. (Sure Ya Sin: 66-67)
Die Wahrheit ist, dass alles, was ein Mensch besitzt, jeder Atemzug, jede Sekunde seines Lebens, er Allah schuldig ist, und weil wahre Gläubige diese Wahrheit kennen, sind sie ständig achtsam Allahs Grenzen nicht zu überschreiten.
Sie fürchten vom Tod überrascht zu werden
Tod ist eine Realität. Im Durchschnitt wird ein Mensch für ungefähr 60 Jahre auf der Erde bleiben, wonach das ewige Leben beginnt. Dieses ewige Leben wird entweder gelebt im Garten (dem Paradies) beschenkt mit endlosen Geschenken, oder im Feuer (der Hölle), welche nur für den Zweck erschaffen wurde, um dem Körper und der Seele Schmerz zuzufügen. Wann immer Allah möchte kann Er das Leben eines Menschen auf Erden beenden und ihn ins Jenseits bringen. Es gibt keinen Zweifel, dass dies in einem Augenblick wahr werden kann.
Ein Mensch kann niemals wissen, wann er sterben wird, wann seine Prüfung enden wird oder wann der Zeitpunkt seiner endgültigen Beurteilung kommt. Deswegen sollte er furchtsam und vorsichtig sein um nicht überrascht zu werden, wenn der Zeitpunkt kommt, um nicht unfähig zu sein sich für seine Taten zu verantworten und nicht mit Verpflichtungen beladen zu sein, die er verleugnet oder verschoben und nicht ernstgenommen hat. Wenn die Engel des Todes kommen gibt es keine weitere Möglichkeit um unvollendete Verpflichtungen zu beenden oder für Arbeit aufzukommen, welche vollendet hätte werden sollen. Die Taten eines Menschen bis zu diesem Punkt werden entweder überwiegend positiv oder negativ sein und man wird entweder zur Verantwortung gerufen oder belohnt werden, je nachdem was man getan hat.
Tod ist eine Realität, von der es keine Rückkehr gibt. Jeder Person ist es erlaubt lang genug zu leben, sodass jeder, der Acht geben wollte, Acht gegen konnte. (Sure al-Fatir: 37). Wenn der festgelegte Zeitpunkt des Todes kommt wird kein Mensch einen zweiten Anlass bekommen, egal wie viel er bittet und bettelt. Ihm wird keine zusätzliche Zeit eingeräumt um seinen Verantwortungen gegenüber Allah nachzukommen, die er bis dahin nicht erfüllt hat. Um wahre Gläubige davon abzuhalten achtlos und nachlässig zu werden hat Allah sie gewarnt:
Und spendet von dem, was Wir euch gaben, bevor zu einem von euch der Tod kommt und er ruft: "O mein Herr! Wenn Du mir nur für eine kleine Weile Aufschub gewähren wolltest, so würde ich Almosen geben und so zu einem der Rechtschaffenen werden!" Aber Allah gewährt einer Seele niemals Aufschub, wenn ihr Termin gekommen ist. Und Allah ist mit dem, was ihr tut, wohlvertraut. (Sure al-Munafiqun: 10-11)
Die Menschen sollten niemals zufrieden sein mit sich selbst und mit dem, was sie getan haben, insoweit weil sie sich des Todes bewusst bleiben zu jedem Zeitpunkt und darauf achten, dass sie nicht unvorbereitet von dem Ende, von dem es keine Wiederkehr gibt, getroffen werden. Man sollte jeden Moment damit verbringen danach zu streben Allahs Grenzen zu bewahren.
Sie fürchten den Tag der Abrechnung
Die Furcht vor Allah und dem Tag der Abrechnung, gehegt von die Glauben besitzen, ist in den folgenden Versen des Quran beschrieben:
Welche ihren Herrn im Verborgenen fürchten und vor der Stunde bangen. (Sure al-Anbiya: 49)
Zusätzlich erwähnt Allah ein weiteres Mal die innere Furcht der Gläubigen in einem anderen Quranvers:
In den Häusern, deren Errichtung Allah erlaubt hat, damit dort Seines Namens gedacht werde, preisen Ihn des Morgens und des Abends. Männer, die weder Handel noch Geschäft abhält von dem Gedenken an Allah und der Verrichtung des Gebets und dem Entrichten der Steuer. Sie fürchten den Tag, an dem sich Herzen und Blick verkrampfen, (Sure an-Nur: 36-37)
Sowohl diejenigen, die ihr ganzes Leben lang weit von Allah entfernt gelebt haben, und diejenigen, die geglaubt und ihr Leben vorsichtig gelebt haben, werden ihre Taten auf der Erde eine nach der anderen gezeigt bekommen. Des weiteren werden, ohne auch nur das kleinste Detail auszulassen, an dem Tag diejenigen, die ein verantwortungsloses Leben, ohne Allah zu fürchten und ohne vorsichtig zu handeln, gelebt haben, verstehen für was sie bestimmt sind:
An diesem Tage werden die Menschen einzeln hervorkommen, um ihre Werke zu sehen. Und wer Gutes (auch nur) im Gewicht eines Stäubchens getan hat, wird es sehen. Und wer Böses (auch nur) im Gewicht eines Stäubchens getan hat, wird es sehen. (Sure az-Zalzala: 6-8)
Als ein Ergebnis ihrer Furcht und Reue werden sie sterben und aufhören zu existieren wollen. Ihre katastrophale Existenz ist beschrieben in den folgenden Versen des Quran:
Was aber den anlangt, dessen Buch in seine Linke gegeben wird, so wird er sagen: "O dass mir doch mein Buch nicht gegeben worden wäre Und ich nie gewusst hätte, wie es um meine Rechnungslegung steht! O hätte doch der Tod (endgültig) ein Ende mit mir gemacht! Mein Vermögen nützt mir nichts. Meine Macht ist dahin!" (Sure al-Haqqa: 25-29)
Was aber den anlangt, dem sein Buch von hinten gegeben wird, der wird nach seiner völligen Auslöschung rufen. Doch er wird in der Flamme brennen. Er hatte sicherlich unter seinen Leuten fröhlich gelebt. Wahrlich, er dachte nie daran, dass er (zu Allah) zurückkehren muss. Aber nein! Sein Herr durchschaute ihn. (Sure al-lnschiqaq: 10-15)
Im Anschluss werden die Taten, die in den individuellen Aufzeichnungen vorhanden sind, abgewogen auf empfindlichen Wagen, welche Allah für den Tag der Abrechnung vorbereitet hat. Nicht mal das Gewicht eines Atoms an Ungerechtigkeit wird getan. Wenn man nicht zu den Vorsichtigen gehört, so wird eine Wagschale leicht sein und eine wird sich nicht bewegen können. Der Schmerz der eigenen Hilflosigkeit wird einen verschlingen:
Doch der, dessen (Gewicht in der) Waage leicht ist - Seine Mutter wird der Abgrund sein. Und was lässt dich wissen, was das ist? Ein glühendes Feuer! (Sure al-Qari’a: 8-11)
An diesem Tag werden die Menschen, die ihre Leben auf Erden ohne Gottesfurcht vor Allah gelebt haben, all ihre Sünden vor ihnen aufgezählt sehen, eine nach der anderen. Nicht nur die Taten, die sie tatsächlich begangen haben, sondern auch die, welche sie nur vielleicht beabsichtigt hatten. Wenn diese Zeit kommt so werden sie unfähig sein irgendetwas gegen ihr Reuegefühl, das sie erleben werden, zu tun. Selbst ihre Versuche zu leugnen werden scheitern, da ihr Gehör, ihr Sehvermögen und ihre Haut gegen sie aussagen werden, wie von Allah beschlossen:
Oftmals werden die Ungläubigen wünschen, Muslime gewesen zu sein. (Sure al-Hidschr: 2)
Die Furcht, die wahre Gläubige haben, stellt sicher, dass sie sich weiterhin vorsichtig und gedankenvoll verhalten, in vollem Bewusstsein, dass Allahs Verse sich eines Tages erfüllen werden. Aus diesem Grund muss ein jeder, solange er auf der Erde verweilt, vorsichtig sein, was die Beteiligung an allem angeht, für das man sich nicht vernünftig verantworten kann. Tatsächlich ist es unfassbar, dass eine Person, die einen gesunden Intellekt besitzt, sich anders verhält. Allahs Wissen ist überall und umfasst und durchdringt alles. Er ist einem Menschen näher als dessen eigene Jugularvene, derweil speziell bestimmte Engel alles festhalten, ohne das kleinste Detail zu verpassen. Den Tag der Abrechnung zu vergessen, weil man zu beschäftigt ist mit den wertlosen und flüchtigen Angelegenheiten dieser Welt, ist die größtmögliche Unachtsamkeit.
Von dem Moment an, in dem wir unsere Augen am Morgen öffnen, bedeutet es, dass Allah einen neuen Tag erschaffen hat und eine neue Möglichkeit für uns. Wir sollten den Tag, an dem wir uns vor Allah verantworten müssen, in den Gedanken behalten, und den Tag mit aufrichtigen Absichten beginnen. Unsere Absicht jedoch sollte sein, uns von Verhalten und Taten zu distanzieren, die Allah nicht gefallen. Niemand würde sich gerne wieder finden unter denjenigen, die, wenn der Moment gekommen ist, erfasst werden und zu einer endlosen Bestrafung geschickt werden, während sie weinen: „Wenn nur…“ und „Wie sehr wünschte ich…“.
O ihr Menschen! Fürchtet eueren Herrn und fürchtet den Tag, an dein der Vater nichts für den Sohn und der Sohn nichts für den Vater leisten kann. Siehe, Allahs Verheißung ist wahr. So lasst euch vom irdischen Leben nicht blenden und täuscht euch nicht selbst über Allah. (Sure Luqman: 33)

WELCHE ART VON MORALISCHEN WERTEN BESITZT EINE PERSON, DIE ALLAH FÜRCHTET?



O ihr Kinder Adams! Wir gaben euch Kleidung, euere Blöße zu bedecken, und als Prunkgewänder. Aber das Kleid der Gottesfurcht ist besser. Dies ist eines der Zeichen Allahs, auf dass sie sich ermahnen lassen. (Sure al-A’raf: 26)
In zahllosen Versen des Quran wurden viele Beispiele für Einstellungen und Verhalten von wahren Gläubigen, die Allah fürchten, angebracht. In Anbetracht dieser Beispiele werden die einfachen moralischen Werte, die diejenigen besitzehn, die Allah fürchten, im folgenden näher beleuchtet.
Sie fürchten nur Allah
In Einklang mit dem Vers „... Fürchtet nicht sie, sondern fürchtet Mich. Und Ich will meine Gnade an euch vollenden; und vielleicht lasst ihr euch leiten.“ (Sure al-Baqara: 150), fürchtet der wahre Gläubige keine Person und keine Gemeinschaft außer Allah. Er wird wissen, dass Gewinn und Verlust, Gut und Böse nur von Allah kommen können, dass alle Vorfälle, denen er begegnen wird nur der Wille und die Erschaffung von Allah sind, im Einklang mit dem Schicksal, das für ihn von Allah vorbestimmt ist.
Diese spezielle Eigenschaft konnte in allen Propheten gesehen werden, die, während sie Allahs Religion verbreitet haben, meist von ganzen Nationen abgelehnt wurden, aber nie auch nur das kleine Zugeständnis gemacht haben. Allah erwähnt diese Eigenschaft im folgenden Vers:
Jene, welche Allahs Botschaft ausrichteten und Ihn fürchteten und niemand fürchteten außer Allah. Und niemand hält Abrechnung wie Allah. (Sure al-Ahzab: 39)
Eine Person, die Vertrauen in Allah legt wird für sich selbst das hervorragende Beispiel der Propheten annehmen und in sein Leben einbringen.
Sie streben danach nur Allah zu erfreuen
Ein wahrer Gläubiger lebt sein Leben in dem Wissen, dass Allah der Richter von Allem ist; dass Er der alleinige Besitzer von Macht und Stärke ist, und alles existiert nur durch Seinen Willen. Aus diesem Grund werden wahre Gläubige wissen, dass das Suchen von Genehmigung von erschaffenen Wesen, die in Wahrheit keine Macht oder Stärke besitzen, sinnlos ist. Um Schutz vor den furchteinflößenden Bestrafungen des Jenseits zu finden ist es notwendig, Allah zu fürchten und Seine Bestätigung in dieser Welt zu suchen:
Ist denn der, welcher das Wohlgefallen Allahs sucht, gleich dem, welcher sich Allahs Zorn zuzog und dessen Heimstätte die Hölle ist? Was für ein schlimmes Ziel! (Sure Al-Imran: 162)
Eine Zeit wird kommen wenn jede Tat, klein oder groß, aufgezeigt wird und wenn die Hand und die Haut eines Menschen gegen ihn aussagen werden. Ein wahrer Gläubiger lebt sein Leben entsprechend dieser Realität und wird absolut niemals einen Kompromiss eingehen, egal unter welchen Umständen.
Die Einstellung des Propheten Yusuf ist ein sehr gutes Beispiel. Der Prophet war fähig seine Keuschheit gegen eine starke Frau, die ihn verlangte, zu bewahren. Trotz aller ihrer Drohungen und Intrigen zog er es vor ins Gefängnis zu gehen, bevor er Allahs Grenzen übertreten würde. Allah informiert uns über Yusufs überlegene Charakterstärke im Quran:
Sie sprach: "Und um dessentwillen habt ihr mich getadelt! Jawohl, ich stellte ihm nach, doch er blieb standhaft. Wahrlich, wenn er mir nicht (bald) zu Willen ist, soll er ins Gefängnis geworfen und verächtlich behandelt werden." Er sprach: "Mein Herr! Das Gefängnis ist mir lieber als das, wozu sie mich auffordern. Doch wenn Du nicht ihre Ränke von mir abwendest, gebe ich ihnen in meiner Jugend vielleicht nach und bin ein Tor." (Sure Yusuf: 32-33)
Sie handeln immer gewissenhaft
Eine Person, die ein Diener Allahs ist, wird nicht seine eigenen Bedürfnisse und Verlangen über die Erwartungen seines Herren stellen. Er weiß, dass wenn er dies tut obwohl er die Wahrheit weiß, so kann er Allahs Bestrafung auf Erden und im Jenseits auf sich ziehen. So lange er sich furchtvoll dieser Gefahr bewusst ist wird er sicher sein davor, die Art von Einstellung, von denen in den folgenden Versen gesprochen wird, für sich zu übernehmen:
Aber die Ungerechten folgen ihren Neigungen, ohne jedes Wissen. Doch wer könnte diejenigen rechtleiten, welche Allah irregehen lässt? Sie werden keine Helfer finden! (Sure ar-Rum: 29)
Was meinst du wohl? Wer seine Wünsche zu (seinem) Gott macht und wen Allah irregehen lässt - wissend, dass ihm Ohr und Herz versiegelt sind und dass auf seinen Augen eine Hülle liegt - wer wird ihn wohl rechtleiten, wenn nicht Allah? Wollen sie sich denn nicht ermahnen lassen? (Sure al-Dschathiya: 23)
Sie eifern all die im Quran beschriebenen guten Qualitäten nach
Eine Person, die Allah fürchtet, wird solche Eigenschaften zeigen, die zu einem guten Charakter gehören, so wie Loyalität, Gewissenhaftigkeit, Gerechtigkeit, Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit. Der Quran erwähnt häufig wahre Gläubige, die überragende Charaktereigenschaften besitzen. Sie sind Vorbilder der Menschheit, welche ein jeder Gläubiger versuchen sollte nachzueifern. So lange jedoch irgendjemand keine Furcht hat vor Allah, so können sie niemals wirklich diese Charaktereigenschaften wertschätzen, denn in dem Moment, in dem sie jemanden mit einem Interessenkonflikt treffen. Dann werden sie unausweichlich zu einem Niveau absinken, das für ihren sofortigen Vorteil nützlich ist, statt ihr bestes Verhalten zu halten wie im Quran beschrieben. Sie sind einfach unfähig diese Art von Angst davor zu empfinden, Allah zu missfallen, oder Ihm gegenüber verantwortlich zu sein, oder die Hölle zu betreten und sich für die Folgen ihres schlechten Verhaltens zu verantworten. Das würde ihnen helfen sich besser zu verhalten.
Sie halten Allahs Grenzen ein, selbst wenn niemand zusieht
Jemand der grundlegend von Allah gewahr ist wird erneut furchtsam vorsichtig sein bei allem, was er macht, das Allah missfallen würde, ob nun jemand anwesend ist oder nicht, denn sie sind sich bewusst, dass Allah von jeglichem Fehlverhalten wissen wird, ob es nun öffentlich oder versteckt passiert. Allah kennt sowohl das Offene als auch das Versteckte, und selbst das geheimste aller Geheimnisse, und es wird berichtet und angerechnet werden. Diejenigen, die sich dessen furchtsam bewusst sind wissen, dass Er ihnen Situationen geben wird, die die Aufrichtigkeit ihrer Vorsicht auf die Probe stellen werden. In einem Seiner Verse leitet Allah den wahren Gläubigen dazu:
Und meidet die offene ebenso wie die heimliche Sünde. Siehe, diejenigen, welche Sünde begehen, werden sicherlich bestraft werden, wie sie es verdienen. (Sure al-An’am: 120)
In jeder Situation wenden sie sich an Allah
Wahre Gläubige, die sich von Allahs Allgegenwärtigkeit furchtsam bewusst sind, sind äußerst einfühlsam wenn es darum geht eine Antwort von Ihm zu bekommen. Wenn ihnen etwas negatives zustößt oder wenn sie das Gefühl haben, dass ihre Arbeit schlecht geht, oder wenn sie Kummer haben, dann werden sie sich als erstes fragen, ob sie etwas getan haben, das Allah unglücklich gestimmt haben könnte. Durch ihre Bittgebete werden sie Vergebung von Ihm ersuchen und erbitten. Die Kombination von ihrem Verlangen Allahs Bestätigung zu bekommen und der Furcht, die sie fühlen bei der Aussicht Sein Missfallen heraufbeschwört zu haben, haben sie eine überragende Aufmerksamkeit entwickelt.
In dieser Hinsicht liefert das Verhalten des Propheten Dawud (David) ein großartiges Beispiel. Im Quran wird der tiefgehende Respekt, den der Prophet Allah gegenüber zeigt, in der folgenden Situation offensichtlich:
Hast du von den Streitenden gehört, wie sie über die Mauer in sein Gemach einsteigen? Wie sie bei David eindrangen und er sich vor ihnen fürchtete? Sie sagten: "Fürchte dich nicht! Wir sind zwei Streitende, von denen der eine sich gegen den andern vergangen hat. Richte daher gerecht zwischen uns und sei nicht unbillig, sondern leite uns auf den richtigen Weg. Siehe, dies ist mein Bruder. Er hat neunundneunzig Mutterschafe, ich aber habe nur ein einziges. Dennoch sagte er: "Übergib es mir!" und setzte mich stark unter Druck. (David) sprach: "Wahrlich, es war dir gegenüber Unrecht, dass er dein Mutterschaf zu seinen Mutterschafen verlangte. Doch viele Geschäftspartner vergehen sich gegeneinander, außer denen, die glauben und das Rechte tun; das aber sind nur wenige." Da (erst) merkte David, dass Wir ihn auf die Probe gestellt hatten. Er bat Seinen Herrn um Verzeihung, stürzte betend nieder und bereute. Und so vergaßen Wir ihm. Er wird wahrlich nahen Zugang zu Uns und eine schöne Heimkehr haben. (Sure Sad: 21-25)
Obwohl Prophet Dawuds Entscheidung absolut gerecht war und es daran keinen zweifel gab, wendete er sich zu Allah in der Furcht Ihm zu missfallen und suchte nichtsdestotrotz seine Entschuldigung. Es ist unmöglich diese innere Gottesfurcht nachzuahmen so wie sie hier ist, rein und aufrichtig. Solch furchtvolle Kenntnis ist nur für diejenigen, die Allah so schätzen wie er geschätzt werden sollte, die den Verlust Seiner Anerkennung fürchten wegen ihrer Liebe und Ehrfurcht vor Ihm.
Wenn wir uns das Verhalten der Propheten und wahren Gläubigen ansehen, dann sehen wir, dass sie alle Diener sind, die Allah respektvoll fürchten und die eifrig Seine Bestrafung vermeiden. Gleichzeitig jedoch steht hinter dieser Ehrfurcht eine sehr intime Liebe und Freundschaft. Ihr anhaltendes und kontinuierliches Lob und Preisung von Allah ist ein Zeichen ihrer totalen Liebe und Anhänglichkeit zu Ihm.

DIE GUTEN EIGENSCHAFTEN, DIE EIN GLÄUBIGER GEWINNT, WEIL ER ALLAH FÜRCHTET



Ein hoher Stand bei Allah
... Doch der vor Allah am meisten Geehrte von euch ist der Gottesfürchtigste unter euch. Allah ist fürwahr wissend, kundig. (Sure al-Hudschurat: 13)
Ohne Zweifel wird der Stand einer Person bei Allah zusammenhängen mit seiner Wertschätzung von Ihm, die Menge seiner guten Taten, seine Anwendung von den Befehlen aus dem Quran, seine Charakterstärke und die Aufrichtigkeit seines Glaubens. Ohne furchtsames Bewusstsein von Allah kann man nicht diese Charaktereigenschaften und dieses Verhalten erfüllen. Daher ist der Grad der Gottesfurcht in jemandes Herzen ein Schlüssel für seinen Rang bei Allah.
Die Fähigkeit zwischen richtig und falsch zu unterscheiden
O ihr, die ihr glaubt! Wenn ihr Allah fürchtet, wird Er euch das Vermögen zur Unterscheidung (von gut und böse) geben und euch euere Missetaten vergeben und euch verzeihen; und Allah ist voll großer Huld. (Sure al-Anfal: 29)
Die Fähigkeit richtig von falsch zu unterscheiden und die Verbesserung im Verstehen, die damit einhergeht sind ohne Zweifel die größten und meistgeschätzten Gaben, die ein wahrer Gläubiger auf der Erde erfahren kann.
Wenn jemand die Intelligenz bekommt um zwischen richtig und falsch zu unterscheiden, wird jedes Wort, jedes Verhalten, jede Entscheidung und jede Reaktion von ihm einsichtig und korrekt sein. Weil jemand, der Allah fürchtet, sofort unterscheiden kann zwischen richtig und falsch, wird er sich so verhalten, dass er Allah mit allem, was er tut, erfreut. Sie werden nicht durch Unsicherheit, Unentschlossenheit, Zägern, Angst oder Verwirrung berührt sein. In absoluten Kontrast dazu jedoch sind diejenigen, die diese Fähigkeit zu unterscheiden nicht haben für den Untergang bestimmt, sowohl auf der Erde als auch im Jenseits.
Ein doppelter Anteil von Allahs Gnade
O ihr, die ihr glaubt! Fürchtet Allah und glaubt Seinem Gesandten. Er wird euch doppelt von Seiner Barmherzigkeit gewähren und euch ein Licht geben, in dem ihr wandeln werdet. Und Er wird euch vergeben; denn Allah ist verzeihend, barmherzig: (Sure al-Hadid: 28)
Im Quran verspricht Allah allen Seinen Dienern, die Ihn fürchten und sich vorsichtig verhalten, dass ihre Leben gesegnet sein werden, sowohl zeitlich als auch geistlich. Wie im Quran Vers ausgedrückt:
„... Wohlgefallen hat Allah an ihnen, und sie sollen an Ihm Wohlgefallen finden...“ (Sure al-Ma’ida: 119)
Für einen wahren Gläubigen steht die Gnade Gottes über allem anderen.
Es sollte nicht vergessen werden, dass Allah, während wir auf der Erde leben, uns Glück, Wohlstand, Segen, Trost und Sicherheit geben kann. Im Jenseits werden diejenigen, die Allah fürchten Seine unendliche Gnade verspüren und werden mit weitaus größeren Segnungen belohnt, die nicht vergleichbar sind mit denen, die uns auf der Erde zu teil werden.
Annehmbare Anbetung
Und verkünde ihnen der Wahrheit gemäß die Geschichte der beiden Söhne Adams, als sie ein Opfer darbrachten. Angenommen wurde es von dem einen von ihnen, aber nicht von dem anderen. Er sprach: "Wahrlich, ich schlage dich tot!" (Der andere) sprach: "Siehe, Allah nimmt nur von den Gottesfürchtigen an. (Sure al-Ma’ida: 27)
Hier stellt einer der Söhne des Propheten Adam fest, dass Allah nur von denjenigen, die Ihn fürchten, Opfer akzeptiert. Jemand der keine Gottesfurcht vor Allah besitzt ist definitionsgemäß unfähig die Anerkennung, die Allah auf Grund seiner Allmächtigkeit zusteht, zu geben, und ist unfähig den Respekt, den er fühlen sollte, zu empfinden. Als ein Ergebnis ihrer verzerrten Sicht der Existenz und der unausweichlichen Verfälschung ihres Charakters und Verhaltens das damit einhergeht, wird sich die Anstrengung dieser Menschen in Allahs Sicht der Dinge zu beinahe nichts anhäufen. Aus diesem Grund fordert Allah über allem anderen, dass der Charakter eines Individuums auf Gottesfurcht vor Ihm und auf dem Wunsch zur Bestätigung durch Ihn aufgebaut ist. Jede Ansatz, der auf der Verneinung dieser Tatsachen basiert wird ohne Zweifel in Enttäuschung enden, wie im Quran aufgezeigt:
Ist nun etwa der besser, der sein Gebäude auf Gottesfurcht und auf Allahs Huld gegründet hat, oder der, welcher sein Gebäude auf den Rand fortgespülten Schwemmsandes gegründet hat, und der mit ihm in das Feuer der Hölle gespült wird? Und Allah leitet nicht die Ungerechten. (Sure at-Tauba: 109)
Es ist unmöglich, dass die Anbetung durch Menschen, die kein furchtsames Bewusstsein von Allah haben und dessen Verhalten inakzeptabel ist, so hingebungsvoll und aufrichtig sind wie sie sein sollten. Hinter jeder Aufgabe oder jeder Gottesanbetung, die sie vollführen wird immer das Verlangen anzugeben oder Eindruck zu schaffen, oder ein besseres Bild als das der Anderen zu schaffen liegen. Daher wird nichts, was sie in ihrem Leben tun, im Jenseits von Allah angerechnet werden, wenn sie sich nicht Allah zuwenden und ihre Einstellung ändern.
Die Freude der Einfachheit in den eigenen Angelegenheiten
... Und wer Allah fürchtet, dem macht Er Seinen Befehl leicht. (Sure at-Talaq: 4)
Allah wird immer wahre Gläubige, die vorsichtig sind vor seiner Missbilligung und die ihre Grenzen kennen, immer dazu befähigen Seine Gnade, Seinen Schutz und Seine Unterstützung zu genießen. Er wird den Weg freimachen für sie in allem was sie unternehmen. In einem Vers wurde mitgeteilt:
Und Wir werden dich auf den leichtesten Weg bringen. (Sure al-A’la: 8)
Allah, offen oder nicht, wird Probleme für Seine Diener einfach machen in jeder Hinsicht, sei es weltlich oder geistlich.
Allah löscht ihre falschen Taten aus, vergibt ihnen und vervielfacht ihre Belohnung
Das ist Allahs Gebot, das Er auf euch herabgesandt hat. Und wer Allah fürchtet, dem deckt Er seine Missetaten zu und gibt ihm großen Lohn. (Sure at-Talaq: 5)
Nach ihrem Tod, wenn sie zur Rechenschaft gezogen werden für ihre Taten, werden wahre Gläubige einfach zu beurteilen sein. Das ist deshalb so, weil Gläubige ihr Leben auf der Erde im Einklang mit den Regeln unseres Herren, Der sie erschaffen hat, gelebt haben. Höchstwahrscheinlich sind sie nicht ohne Fehler, es kann sogar sein, dass sie gesündigt haben, aber Allah, der Besitzer unendlicher Gnade, hat im Quran bemerkt, dass Er ihnen vergeben würde:
Sprich: "O meine (Gottes-)Diener, die ihr euch gegen euch selber vergangen habt! Verzweifelt nicht an Allahs Barmherzigkeit; seht, Allah verzeiht die Sünden allzumal. Er ist gewiss der Vergebende, des Barmherzige. (Sure az-Zumar: 53)
Daher werden diejenigen, denen Allah vergeben hat, eine noch größere Belohnung für das, was sie getan haben auf Erden, erhalten; sie werden in den Garten eingelassen, welcher voll von zahllosen Segnungen ist.
Allahs unendliches Mitleid wird den wahren Gläubigen sogar auf Erden gezeigt werden. Als ein Ergebnis ihrer furchtsamen Vorsicht, ihrer Bindung zu Ihm und die guten Taten, die sie getan haben, wird die Belohnung für ihre Freundlichkeit und für ihr aufrichtiges Verhalten um ein vielfaches größer sein. Auch wenn sie sowieso in Allahs Schuld stehen, und ihn daher anbeten und gehorchen müssen, weil Er ihnen das Leben und all seine zahllosen Segnungen geschenkt hat, so sieht Allah es aufgrund Seiner unbeschreiblichen Großzügigkeit als angemessen an, sie allein auf Grund Seiner unvergleichlichen Freundlichkeit und Güte zu belohnen.
 

DIE BELOHNUNGEN FÜR DIEJENIGEN, DIE ALLAH FÜRCHTEN



Ihnen werden freudige Neuigkeiten auf Erden mitgeteilt
Wir werden im Folgenden mit Bezug auf den Quran untersuchen, welche unerklärlichen Ängste diejenigen erleben, die ihr Leben auf Erden ohne furchtsames Bewusstsein vor Allah leben, und die erstaunliche Strenge von Allahs Erhabenheit. Diejenigen andererseits, die Allah fürchten und vorsichtig sind, werden im direkten Gegensatz dazu im Jenseits absolute Sicherheit vor allen Arten von Ängsten haben und ihre Leben unter Allahs Schutz und Wohlwollen führen. Diesen wahren Gläubigen, die ihr Leben lang eine starke, ungute Vorahnung bei der Aussicht auf Feuer am Tag der Beurteilung hatten, werden von jeder Art von Furcht abgeschirmt und werden absolut sicher sein. Während Allah diese frohen Aussichten bereits im Quran mitteilt, wird Er sich am Letzten Tag an Seine Diener wenden und viele weitere freudige Aussichten ankündigen:
."O Meine Diener! An diesem Tage sollt ihr keine Angst haben, und ihr sollt auch nicht traurig sein, ihr, die ihr an Unsere Zeichen glaubt und Uns ergeben seid. Tretet in das Paradies ein, ihr und euere Gattinnen, in Glückseligkeit!" Unter ihnen werden Schüsseln und Becher aus Geld kreisen, mit allein, was Seelen begehren und Augen ergötzt. Und ewig sollt ihr darin verweilen; denn das ist das Paradies, das euch zum Erbe gegeben wurde, (zum Dank) für euer Tun. Darin sind Früchte in Menge für euch, von denen ihr esst. (Sure az-Zuhkruf: 68-73)
In anderen Quranversen wird Allah diese frohen Botschaften durch Seine Engel verkünden lassen, was ohne Zweifel eine unbeschreibliche Freude für die Gläubigen, die so sehr auf den Garten hoffen, sein wird:
Diejenigen, welche sagen: "Unser Herr ist Allah" und dann sich standhaft wohlverhalten, zu ihnen kommen die Engel hernieder: "Fürchtet euch nicht und seid nicht traurig, sondern vernehmt die frohe Botschaft vom Paradies, das euch versprochen ist! Wir sind euere Beschützer im irdischen Leben und im Jenseits. Darin werdet ihr alles haben, was euere Seele begehrt. Und ihr werdet darin alles haben, wonach ihr verlangt - Gastliche Aufnahme von einem Vergebenden, Barmherzigen!" (Sure Fussilat: 30-32)
Der Quran betont, dass diese frohen Ankündigungen, welche für die Ewigkeit währen und voll von guten Dingen sind, von denen erreicht werden, die wahrhaft geglaubt haben während ihrer Zeit auf der Erde.
Ein schönes Leben
Die Leben derer, die nicht an Allah glauben, die Ihn nicht fürchten und die sich nicht vorsichtig benehmen werden, gemäß ihrer gerechten Strafe, frei sein von Wohlstand und Segnungen, welche die Gläubigen in ihrem Leben erfahren:
Hätte aber das Volk der Städte geglaubt und wäre es gottesfürchtig gewesen, wahrlich, Wir hätten ihnen freigebig Segnungen von Himmel und Erde gewährt. Sie aber leugneten, und so suchten Wir sie für ihr (übles) Tun heim. (Sure al-A’raf: 96)
Diejenigen jedoch, die an Allah mit furchtsamen Bewusstsein glauben, und die guten Charakter gezeigt haben in ihrem Verhalten, werden frohe Kunde vom Himmel über das Leben im Jenseits erhalten, und in dieser Welt werden sie nach Allahs besten Möglichkeiten mit Wohlwollen behandelt:
Wer das Rechte tut, und gläubig ist, sei es Mann oder Frau, dem werden Wir ein gutes Leben geben. Und Wir werden ihn nach seinen besten Werken belohnen. (Sure an-Nahl: 97)
So wie die unendliche Bestrafung der Ungläubigen auf der Erde beginnt, so wird für vorsichtige, wahre Gläubige die unendliche Güte Allahs auf Erden zuteil werden. Da Wohlwollen und Schönheit unter den wichtigsten Eigenschaften des Lebens im Garten eingeordnet wird, so wird Allah Seine geliebten, furchtsamen Diener mit einer Kostprobe dieser Segnungen während ihres Lebens auf der Erde belohnen, um ihr Verlangen nach dem Garten zu vergrößern.
Nach dem selben Prinzip wird Allah die Gläubigen von jeder Form von Angst und Leid während ihres Lebens auf der Erde schützen, da sie sich an Seine Regeln und Verbote halten, da sie ihr Leben entsprechend Seiner Religion leben, und da sie, was am wichtigsten ist, sich ständig auf Ihn verlassen, mit Geduld und Verlangen nach dem Jenseits. Statt Leid lässt Allah in ihren Herzen ein Gefühl von Frieden und Sicherheit wachsen. In jeder guten oder religiösen Tat, sei sie groß oder klein, sind sie sich bewusst, dass Allah sie beobachtet und dass Seine Engel jede ihrer Taten in ihren Büchern festhalten. Daher haben sie inneren Frieden, weil sie wissen, dass sie für jede dieser Taten im Jenseits belohnt werden.
Andererseits gibt es einen Punkt, der nicht vergessen werden sollte: Die Welt ist ein Ort der Prüfung. Ein wahrer Gläubiger könnte mit verschiedenen Nöten und Krisen. Egal jedoch in welcher Situation er sich befindet, für einen wahren Gläubigen, der Allah fürchtet, ist jede Schwierigkeit eine Gnade und Belohnung. Ein gutes Beispiel dafür ist der Prophet Ibrahim, der, als er der Lüge beschuldigt wurde und obwohl er kurz davor war von seinen Leuten ins Feuer geworfen zu werden, nicht das kleinste Zugeständnis an seinen Glauben machte oder in seiner Unterwerfung und in seinem Vertrauen in Allah schwankte.
Ohne Zweifel ist die Verbrennung beim lebendigen Leib eine schreckliche Bestrafung, aber im Fall des Propheten Ibrahim hat Allah angeordnet, dass das Feuer „Kühlung und Frieden“ für ihn sein solle, und es machte ihm keine Schmerzen und Leid. Not, Verletzung und Unglück sind Bestrafungen oder Warnungen, welche nur auftreten als Ergebnis des inkorrekten Verhaltens einer Person:
Was euch auch an Unglück trifft, es ist für das, was euere Hände verursacht haben; doch Er vergibt vieles. (Sure ash-Schura: 30)
Andererseits ist für einen aufrichtigen Gläubigen, der Allah nach bestem Vermögen fürchtet und ständig auf Allahs Zustimmung zu seinem Verhalten achtet, Bestrafung kein Thema.
Alle Schwierigkeiten, welches ein wahrer Gläubiger in dieser Welt erlebt, werden als Tests gestellt, die nur den Respekt und die Gottesfurcht vor Allah steigern, und ihr Verlangen nach dem Garten weiter vergrößern. Ein wahrer Gläubiger ist sich bewusst, dass diese Schwierigkeiten als ein Test und als eine Möglichkeit zu lernen für ihn erschaffen sind, und als Gelegenheiten, ein gutes Verhalten an den Tag zu legen, sich in Geduld zu üben, und, solange er sich auf Allah verlässt, als eine Gelegenheit für Belohnung im Jenseits. Der Quran nennt die besondere Eigenschaft, fähig zu sein, alle Ereignisse als eine Möglichkeit zu sehen, in Verbindung mit denen, die wahrhaft glauben und die Gottesfurcht vor Allah zeigen:
Auch zu denen, welche gottesfürchtig waren, wird gesprochen: "Was hat euer Herr hinabgesandt?" Sie werden antworten: "Gutes!" Diejenigen, die Gutes tun, erhalten Gutes im Diesseits. Aber die Wohnung des Jenseits ist besser. Und wahrlich, herrlich ist die Wohnung der Gottesfürchtigen. (Sure an-Nahl: 30)
Der Tod eines wahren Gläubigen, der auf der Erde ein gerechtes Leben geführt hat, wird gut und einfach sein, und sein Nachleben wird beginnen mit der Begrüßung durch die Engel, und seine Fortsetzung wird Bequemlichkeit und Leichtigkeit sein, was einen jeden wahren Gläubigen erwartet.
Eine einfache Abrechnung
Wahre Gläubige werden um guten Taten ihr ganzes Leben lang kämpfen wegen ihrer Furcht vor einer schrecklichen Abrechnung im Jenseits. Sie werden Allahs Grenzen genauestens einhalten. Der Quran beschreibt diese Furcht der wahren Gläubigen wie folgt:
(Wahrhaft gläubig sind,) die das Gelübde erfüllen und einen Tag fürchten, dessen Übel sich weit ausbreitet, und die den Armen und die Waise und den Gefangenen speisen, auch wenn sie der Nahrung selbst bedürfen. "Seht, wir speisen euch um Allahs willen Wir wollen weder Belohnung von euch noch Dank. Seht wir fürchten einen finsteren, unheilvollen Tag von Seiten unseres Herrn." (Sure al-Insan: 7-10)
Im Jenseits wird Allah die Gesichter derjenigen, die Ihn fürchten, erhellen, und ihr Bericht über sie wird einfach gemacht. Das Buch ihrer Taten wird ihnen in ihre rechten Hände gegeben und die Abrechnung, die sie fürchteten, wird einfach gemacht werden:
Was nun den anlangt, dem sein Buch in seine Rechte gegeben wird, mit dem wird das Abrechnen leicht sein, und er wird zu seinen Angehörigen fröhlich heimkehren. (Sure al-Inshiqaq: 7-9)
Wenn die Abrechnung zum Ende kommt werden wahre Gläubige in einem Zustand von Glück sein, dass sie den Bestrafungen der Hölle entgangen sind. Wie im vorigen Vers gesagt werden sie freudig zu ihren Angehörigen zurückkehren.
Ein immerwährendes Leben im Garten
Wer jedoch seinen Herrn fürchtet, denen werden Gärten sein, durcheilt von Bächen, ewig darin zu verweilen; ein Willkommen von Allah und was bei Allah ist, ist das beste für die Rechtschaffenen. (Sure Al-Imran: 198)
Das Paradies, das den Gottesfürchtigen verheißen wurde, gleicht folgendem: Es ist von Bächen durcheilt, und ständig gibt es dort Früchte und Schatten. Das ist der Lohn der Gottesfürchtigen. Doch der Lohn der Ungläubigen ist das Feuer. (Sure ar-Ra’d: 35)
Gläubige, die eine Begegnung mit den unendlichen Qualen der Hölle fürchten, und die darauf achten, nicht gegen Allah zu rebellieren, werden die Belohnung derer, die fürchten und vorsichtig handeln, wie Allah es versprochen hat, und sie werden in ihr ewiges Heim geschickt werden.
Doch diejenigen, welche ihren Herrn gefürchtet hatten, werden in Scharen in das Paradies geführt, bis, wenn sie zu ihm gelangen, seine Tore geöffnet werden und seine Hüter zu ihnen sprechen: "Frieden sei mit euch! Ihr habt es richtig gemacht! So tretet ein für immerdar!" Und sie werden sagen: "Alles Lob gebührt Allah, Der uns Sein Versprechen wahrgemacht hat und uns das Paradies erben ließ, so dass wir dort wohnen können, wie immer es uns beliebt. Wie herrlich ist der Lohn derer, die Gutes wirken!" (Sure az-Zumar: 73-74)
Für die wahren Gläubigen, die den Garten betreten, ist die freudigste Überraschung und die größte Quelle von Glück und Aufregung über allem anderen eine wörtliche Begrüßung von Allah sein:
"Frieden!" - der Gruß eines barmherzigen Herrn. (Sure Ya Sin: 58)
Allah wird die wahren Gläubigen im Garten wie folgt anreden:
"O Meine Diener! An diesem Tage sollt ihr keine Angst haben, und ihr sollt auch nicht traurig sein. (Sure az-Zukhruf: 68)
Allah, die die Menschheit erschaffen hat, ist sich dessen, was uns als Belohnung am meisten erfreuen würde, besser bewusst als wir es uns sind. Dafür dass wir an ihn geglaubt haben werden wir belohnt, und genau diese Dinge werden die Gläubigen im Garten erwarten. Die unendlichen Segen des Gartens und die Wunder, die er enthält, liegen weit über dem, was sich ein Mensch vorstellen kann. Unendliche Segen werden den Gläubigen angeboten, solche, die nie ein Auge je gesehen hat oder ein Ohr gehört hat; für den Rest der Ewigkeit wird alles, was ihnen passiert, all ihre Wünsche vollständig erfüllen:
... Diejenigen aber, welche glauben und das Rechte tun, werden in Paradiesgärten sein und bei ihrem Herrn alles finden, was sie begehren. Das ist die große Huld! (Sure ash-Schura: 22)
Der Quran beschreibt jeden Aspekt des immerwährenden Lebens, wie ihre Wohnstätten, ihre Kleidung, ihre Eheleute, die Schönheit der Umgebung, die Früchte und verschiedenen anderen Freuden, die sie erwarten.
In einem Quranvers wird das ewige Leben derer, die Allah gefürchtet haben, mit dem schrecklichen Ende derer, die dies nicht getan haben, verglichen:
Das Bild des Paradieses, das den Gottesfürchtigen verheißen ist, (ist so): In ihm fließen Ströme von Wasser, das nicht verdirbt, und Ströme von Milch, deren Geschmack sich nicht ändert, und Ströme von Wein, köstlich für die Trinkenden, und Ströme von geklärtem Honig. Und dort finden sie allerlei Früchte sowie Verzeihung von Ihrem Herrn. Sind sie denen gleich, die ewig im Feuer bleiben müssen und denen siedendes Wasser zu trinken gegeben wird, das ihre Eingeweide zerreißt? (Sure Muhammad: 15)
Zweifellos ist jemand, der achtsam und aufmerksam ist, nur für einen Moment über dieses Szenario nachdenken muss um sowohl seine Hoffnung als auch Furcht vor Allah zu vergrößern.
Die größte Belohnung: Allahs ewige Zufriedenheit mit ihnen
Verheißen hat Allah den Gläubigen, Männern und Frauen, Gärten, durcheilt von Bächen, ewig darin zu verweilen, und schöne Wohnungen in den Gärten von Eden. Aber das Wohlgefallen Allahs ist das größte (Glück). Das ist die große Glückseligkeit! (Sure at-Tauba: 72)
Die größte geistliche Freude, die ein Gläubiger erlebt wenn er den Garten betritt, ist, wenn ihm klar wird, dass von diesem Moment an Allah von ihm erfreut ist, dass Allah ihn liebt und Er ihn nie bestrafen wird, und dass sie Freunde sein werden für die Ewigkeit. Allahs Bestätigung zu erlangen wird die Quelle von Freude und Glück sein, unendlich viel größer als alles, was man auf Erden kennt. Obwohl die Belohnungen des Gartens schon an sich wundervoll sind; was könnte erfüllender sein als das Glück von dem Herrn aller Welten bestätigt zu bekommen, Seiner Güte würdig zu sein. Der Quran teilt mit:
O du Seele voll Ruhe, kehre zu deinem Herrn zurück, zufrieden und (Ihn) zufriedenstellend, und tritt ein unter Meine Diener, und tritt ein in Mein Paradies! (Sure al-Fadschr: 27-30)

DIE GRÜNDE DABEI ZU VERSAGEN, ALLAH ZU FÜRCHTEN



Sprich: "Wer versorgt euch vom Himmel und von der Erde her? Oder wer hat Gewalt über Gehör und Gesicht? Und wer bringt das Lebendige aus dem Toten hervor und das Tote aus dem Lebendigen? Und wer führt den Befehl?" Wahrlich, sie werden sagen: "Allah!" So sprich: "Wollt ihr Ihn dann nicht fürchten?" (Sure Yunus: 31)
Allah legt in seinen Versen offen, dass die Menschen, die nur einen oberflächlichen Glauben besitzen, ihren Glauben zu Allah zwar zugeben werden, wenn man sie befragt, aber ein furchtsames Bewusstsein Ihm gegenüber wird man nicht finden. Der eindeutigste Beweis ist, dass sie weder in ihren Worten noch in ihrem Verhalten, das geringste Anzeichen von Furcht oder Achtsamkeit gegenüber Allah zeigen. Es gibt viele bekannte Gründe, die das untermauern.
Der Mangel an wahrer Wertschätzung für Allah
Grundsätzlich basiert das Verständnis von Religion im Volk größtenteils auf Hörensagen. Die Mehrheit der Menschen ist mit Allahs eigener Beschreibung Seiner Selbst und Seinen Eigenschaften, so wie sie in der ursprünglichen Quelle der Religion erscheinen, nämlich dem Quran, nicht vertraut. Dennoch hat sich Allah uns im Quran in eindeutigster und höchst authentischer Weise vorgestellt. Das Wissen der meisten Menschen in bezug auf Allah basiert auf das, was sie von ihren jeweiligen Familien, Verwandten und von hier und dort gehört haben. Das Ergebnis ist, dass das Verständnis der Menschen bezüglich Allah sehr stark variiert.
Das Interessante daran ist, dass es nie in den Sinn von einer erheblichen Anzahl an Menschen gekommen ist, dass die Dinge, die sie in ihrer Umgebung gehört haben oder gelehrt worden sind, unvollständig oder auch völlig falsch sein könnten. Und selbst wenn sie darüber nachgedacht hätten, würden sie sich wohl kaum große Mühe geben die Nachforschungen anzustellen, die nötig wären, um die Wahrheit heraus zu finden. Das ist ein ernsthafter Fehler, der darin resultieren könnte ins Fegefeuer zu kommen, da Allah nicht richtig erkannt oder aber Seine vielfachen Eigenschaften nicht richtig benannt werden konnten.
Diese Art von Menschen denken über Allah als Der Vergeber (Al Ghaffar), Der Helfer (An Nasr), Der Versorger (Ar Razzaq), Der Scharfsinnige (Al Latif), Der Bewahrer (Al Hafiz), Der Gnädige (Ar Rahim) und Der Beschützer (Al Muhaymin). Seinen Schwerpunkt auf Eigenschaften wie diese zu beschränken hat lediglich einen unausgeglichenen Sinn von Trost und Selbstgefälligkeit zur Folge, da Allah auch andere Beschreibungen wie Der Rächer (Al Muntaqim), Der Bestrafer (Al Muazzib) und Der Bändiger (Al Qahhar) verdient. Die Menschen, die oben genannt werden, würden jedoch nicht wissen, was diese Eigenschaften von Allah eigentlich bedeuten. Sie können nicht von unserem Herrn in solchen Begriffen denken. Sie realisieren nicht, dass diese Eigenschaften auf ihre Taten, ihr Verhalten und ihre Gespräche angewendet werden.
Auch wenn sie sich manchen von Allahs Eigenschaften zumindest dem Namen nach bewusst sind, so bleiben sie unwissend, was deren vollen Einfluss angeht und die Art und Weise, wie sie auf ihr ewiges Leben Einfluss nehmen werden. Entweder haben sie einseite Ansichten von Allahs vielen Eigenschaften, oder sie glauben, dass diese sie nicht betreffen.
Wenn ihnen zum Beispiel ein Unrecht angetan wurde, so glauben sie, dass Allah im Jenseits mit Seiner unendlichen Gerechtigkeit Vergeltung für diese Ungerechtigkeit suchen wird. Sie realisieren jedoch nicht, dass sie auch mit Allahs Bestrafung rechnen müssen, wenn sie nicht an den Quran glauben, wie sie es sollten. Die Menschheit wurde erschaffen um Allah zu verehren, aber wenn sie den Sinn ihrer Erschaffung ignorieren, so werden sie zweifellos die Konsequenzen ihrer Ungläubigkeit tragen müssen. Die Schwerste aller Strafen wird benötigt für solch eine enorme Übertretung, daher die Existenz der Hölle. Die Hölle, in ihrer Eigenschaft als der schlimmste Ort, der je erschaffen wurde, ist die Arena für Bestrafungen, deren Härte weit über der Vorstellungskraft eines Menschen liegt. Es fasst zusammen und übertrifft um ein Vielfaches die schlimmsten Qualen, die auf der Erde vorstellbar sind.
Diese Menschen, die wir beschreiben, haben nicht das furchtsame Bewusstsein von Allah und benehmen sich sorglos; sie sind achtlos was ihr eigenes Gewissen angeht und sie verstehen nichts. Sie haben keine ordnungsgemäße Wahrnehmung von Allahs Stärke und Seiner Macht, Seiner Majestät und Seiner Unmessbarkeit, Seiner Herrlichkeit und Seiner Größe. Sie können daher nicht die Art von innerer Ehrfurcht und tiefen Furcht angesichts der Aussicht, Seinem Zorn ausgesetzt zu sein. Als Ergebnis davon bemühen sie sich nicht, Allahs Bestätigung zu erreichen oder Seinen Befehlen nach besten Kräften zu folgen. Genauso wenig halten sie sich an Seine Verbote, und ziehen es vor sorgenfreie Leben zu führen. Sie unterlassen es ihre Dankbarkeit und Wertschätzung zu zeigen, die für die Segen, die Allah ihnen gegeben hat, nötig wären, daher ist Undankbarkeit eine fortwährende Eigenschaft ihrer Wesen. Schließlich jedoch werden sie ihr sorgenfreies Leben auf Erden mit einem ewigen Leben voll Furcht und Qualen bezahlen.
Die fehlerhaften Annahmen der Ungläubigen über das Jenseits
Genauso, wie sie unfähig sind, Allah die Anerkennung zu zollen, die Ihm zusteht, so haben viele unwissende Leute auch nur lückenhaftes Wissen und viele falsche Annahmen über den Garten und das Feuer. Diese Menschen genießen ihre Leben auf Erden nach Herzenslust, sie rebellieren gegen Allah, und dann nehmen sie an, dass ihnen vergeben wird, nachdem sie eine kurze Zeit in der Hölle verbracht haben. Das Ende, das sie erwartet, ist jedoch viel schmerzvoller als sie annehmen, weil die Hölle ein Ort der Bestrafung ist, die ewig andauern kann für die extremen Ungläubigen, die Allahs Warnungen nicht beachten. Allah betont, dass die Hölle erschaffen wurde für Ungläubige und für die Menschen, die auf ihrem Unglauben bestehen. Der Quran macht klar, dass es für sie keinen Weg zurück gibt:
Siehe, die Hölle liegt auf der Lauer, als Aufenthalt für die Maßlosen, darin für lange Zeit zu verweilen. (Sure an-Naba’: 21-23)
Der Schmerz und die Leiden der Hölle gehen über die Vorstellungskraft hinaus. Die Hölle ist eine angsteinflößende Umgebung, wo Allahs Eigenschaft als der Unterwerfer (Al-Qahhar) erkennbar wird in all seiner Schärfe, und wo die Bestrafungen, die einem auferlegt werden, bei weitem alles, was man sich auf Erden vorstellen kann, übertreffen. Für eine Person, die kaum fähig ist, den Schmerz eines Tropfen kochendes Wassers, kalte Temperaturen oder auch nur den leichtesten Hunger zu ertragen, zu behaupten, dass sie solche Formen der Bestrafung ohne allzu große Schwierigkeiten aushalten könne ist ein klares Zeichen ihres vollständigen Fehlens von Bewusstsein und Verstehen. Wie wir es von Anfang an gesagt haben ist jemand, der sich vorstellt, dass Allahs Bestrafung eine Sache ist, die man auf die leichte Schulter nehmen könne, jemand, der nicht die geringste Ahnung von der Realität von Allahs Macht hat.
Getäuscht zu werden durch die für sie bestimmte Zeit auf Erden
Um die Menschen ordnungsgemäß auf die Probe zu stellen hat Allah uns allen eine festgelegtes Maß an Zeit in der irdischen Welt gegeben. Er schickt uns Warnungen und gestattet uns jede Gelegenheit um zu bereuen und um unsere Fehler, die wir vielleicht gemacht haben, zu korrigieren. Für Menschen jedoch, die nicht nach der Religion leben, ist genau diese doch Teil von dem, was hinter ihrer Unfähigkeit Allah zu fürchten steckt. Um die Konsequenzen ihrer Handlungen zu vermeiden, sind Menschen generell extrem vorsichtig, wenn es um Verhalten geht, deren Auswirkungen unmittelbar auf sie zurückwirken. Lasst uns das folgende Beispiel betrachten:
Lasst uns annehmen, dass eine Person für eine Firma zu einem guten Lohn arbeitet, und dieser Person werden ein Satz von Zielen vorgegeben, die sie erreichen muss, im Wissen, dass ein Nicht-Erfüllen der Ziele wahrscheinlich zur Kündigung führen würde. Man muss sich nicht allzu sehr anstrengen um sich vorzustellen, wie viel reine Anstrengung und Zielstrebigkeit in diese Aufgaben fließen würden. Allein der Gedanke an den Verlust, der ihr drohen würde im Fall einer Kündigung würde sicherstellen, dass jedes weniger bemühte Herangehen an die Aufgaben völlig außer Frage stünde. Diese Person würde alles tun, was ihr möglich ist, selbst wenn sie dafür Komfort, Schlaf und andere Aufgabenstellungen hinten anstellen müsste, nur um ihre Ziele zu erfüllen und den enormen Schwierigkeiten, die aus einem Versagen resultieren würden, zu entkommen. Dies ist alles schön und gut, die Frage ist jedoch, ob solche Menschen den selben Grad der Dringlichkeit empfinden würden bei der Vorstellung, sich vor Allah verantworten zu müssen, was weitaus unmittelbarer ist. Die Wahrheit ist, dass die breite Mehrheit dies nicht tut, weil sie den Tod und das Jenseits nicht als unmittelbare Realitäten ansehen, diesen Menschen zufolge ist das Leben, welches sie führen, weitaus realistischer.
In einem Quranvers ist die dem Menschen zugeteilte Zeit auf Erden wie folgt definiert:
Wenn Allah aber die Menschen nach ihrem Verdienst strafte, ließe er auf der Erdoberfläche kein Lebewesen zurück. Er gewährt ihnen jedoch Aufschub bis zu einem bestimmten Termin. Und wenn ihre Frist abgelaufen ist - Allah durchschaut Seine Diener sehr wohl. (Sure al-Fatir: 45)
Diese Menschen stellen sich vor, dass wenn sie etwas tun, zu dem Allah nicht seine Zustimmung gibt, sie sofort mit einem Regen aus Schwefel bestraft werden, und wenn sie feststellen, dass dem nicht so ist, so sehen sie das als eine Lizenz dafür, in ihrem Tun fortzufahren. Dieses unlogische Denken kann beobachtet werden in den Gemeinden der Ungläubigen, die zu jedem Zeitpunkt der Geschichte gelebt haben. Ihre Beweisführung und Argumentation ist von Allah im Quran wie folgt beschrieben:
Sahst du nicht, dass die, denen geheime Absprachen verboten sind, dennoch das Verbotene tun und sich untereinander insgeheim zu Sünde, Feindschaft und Widersetzlichkeit gegen den Gesandten verabreden? Wenn sie zu dir kommen, begrüßen sie dich auf eine Weise, auf die Allah dich nicht begrüßt, und sagen unter sich: "Warum straft uns Allah nicht für was wir da sagen?" Die Hölle reicht für sie aus: Brennen werden sie darin, und schlimm ist die Fahrt dorthin. (Sure al-Mudschadala: 8)
Diese verzerrte Sichtweise ist der Mehrheit der Menschen, die nicht glauben, und denen, deren Glauben nur oberflächlich ist, zu eigen. Diese Menschen, die denken, dass sie äußerst schlau sind, werden in Wahrheit langsam aus einer Richtung, die ihnen unbekannt ist, zu ihren Straftaten hingezogen:
Diejenigen aber, welche Unsere Botschaft als Lüge behandeln, werden Wir Schritt für Schritt zu ihrem Untergang führen, ohne dass sie dessen bewusst sind. (Sure al-A’raf: 182)
Ähnlich wie diese offenen und offensichtlichen Bestrafungen, die Allah im Quran erwähnt hat, so können subtile und versteckte Bestrafungen einen Menschen jederzeit überraschen, sogar während sie noch auf Erden weilen. Ein Beispiel für einen solchen Fall ist, wenn jemand, der für gewöhnlich Einstellungen und Verhaltensweisen an den Tag legt, die Allah gegenüber beleidigend sind, plötzlich von einer entkräftenden Krankheit befallen wird. Selbstverständlich sind diese Beschwerden nicht auf die physischen Sinne beschränkt; die Furcht, die Allah in seinem Herz pflanzt, oder nur der reine Stress allein wird genügen, um die Existenz dieser Person äußerst unbequem zu machen. Daher hat Allah die Aufmerksamkeit darauf gerichtet, dass Furcht eine Art der Bestrafung ist:
Und Allah prägt ein Gleichnis: Eine Stadt war sicher und in Frieden. Versorgung in Hülle und Fülle kam zu ihr von allen Seiten. Doch sie war gegenüber Allahs Wohltaten undankbar. Da ließ Allah sie umfassend Hunger und Furcht schmecken, (als Vergeltung) für ihr Tun. (Sure an-Nahl: 112)
Niemand kann jemals sicher sein, dass kein Unglück über ihm schwebt, welches ihn jederzeit treffen kann, solange man sich auf eine Art und Weise verhält, die Allah nicht gefällt. Es gibt keinen Schutz vor irgendeiner von Allahs Bestrafungen. Allah hat uns davon im Quran unterrichtet:
Wären die Bewohner der Städte sich denn sicher, dass Unser Zorn nicht zur Nachtzeit über sie käme, während sie schliefen? Oder wären die Bewohner der Städte sich sicher, dass Unser Zorn nicht am lichten Tag über sie käme, während sie spielten? Wären sie denn vor Allahs Plänen sicher? Sicher vor Allahs Plänen glauben sich doch nur die Verlorenen. (Sure al-A‘raf: 97-99)
Die gleiche Warnung wird in einem weiteren Vers wiederholt:
Seid ihr denn davor sicher, dass Er euch nicht in die Erde versinken lässt oder einen (tödlichen) Sandsturm gegen euch schickt? Dann fändet ihr keinen Beschützer für euch. Oder seid ihr davor sicher, dass Er euch nicht ein weiteres Mal auf das Meer hinausführt und einen Sturm gegen euch loslässt und euch für euere Undankbarkeit ertrinken lässt? Dann fändet ihr keinen Helfer gegen Mich. (Sure al-Isra: 68-69)
Es sollte nicht vergessen werden, dass die Menschheit in einem Zustand der Hilflosigkeit ist, und dass wir in jeder Hinsicht von Allah abhängig sind. Die Kummer von Prüfungen und harten Zeiten können nur begegnet werden, indem man sich auf Allah verlässt und von Ihm Stärke empfängt. Diejenigen jedoch, die ihre eingeschränkten Handlungsfähigkeiten akzeptieren und die Allah nicht fürchten sind auf sich selbst gestellt in der Konfrontation mit ihren Bestrafungen und ihrem Unglück, sowohl die offenen als auch die versteckten. Da der Mensch in seiner Art nicht die Handlungsfähigkeit besitzt, diesen Schicksalsschlägen zu widerstehen, so ist der einzige sichere und erfolgreiche Weg Allah zu fürchten so gut man kann, und ein Leben zu führen, das bewusst auf der Kenntnis dieser Tatsachen beruht.
Anzunehmen, dass nur die äußerst Rebellischen eine Bestrafung zu fürchten haben
Obwohl die Mehrheit der Menschen sich bewusst ist, dass Allah sie nach ihrem Tod für das Leben, das sie gelebt haben, zur Rechenschaft ziehen wird, und dass hiervon abhängt, ob sie entweder ins Paradies oder ins Feuer geschickt werden, so treffen sie doch keinerlei Vorbereitung für ihr Leben im Jenseits. Auch wenn diese Leute ihren Glauben an die Existenz des Jenseits versichern, so ist ihr Lebensstil doch kaum anders als der der aufrichtig Ungläubigen. Des weiteren zeigen sie nicht das kleinste Bisschen Reue deswegen.
Die Lebensstile beider Gruppen sind, was Absichten und Vorsätze angeht, dem ersten Anschein nach identisch in Einstellungen, Verhalten, Zielen und Ambitionen. Der einzige Unterschied zwischen ihnen ist, dass eine behauptet Muslimisch zu sein, während die andere Gruppe dies nicht tut. Trotz der Bereitschaft der ersten Gruppe, ihren Glauben an den Quran zu beteuern, schafft ihnen ihr unangebrachtes Verhalten nicht das geringste Unbehagen oder Schuldgefühl.
Der Grund für ihren anscheinenden Zustand der Gleichgültigkeit der offensichtlich widersprüchlichen Art ihres Standpunktes ist ihre fortwährend Versicherung, dass ihre Herzen rein sind und dass sie keinem einen Schaden zufügen.
Ihr Standpunkt basiert auf dem zuversichtlichen Glauben, dass sie niemals in das Feuer geschickt werden, in anderen Worten sehen sie sich als sichere Kandidaten für die Zulassung ins Paradies. Was auch besonders interessant ist sind die Kriterien, die sie sich ausgedacht haben, nach welchen die Personen definiert werden, die in das Feuer gehen werden, und die hiermit einhergehende Arroganz, mit der sie alle anderen als für das Paradies geeignet beurteilen.
Ihnen zufolge sind die Kriminellen und Verbrecher, die man generell im Fernsehen oder in der Zeitung sieht, wie Mörder, Diebe, Terroristen und ausgesuchte Sonderlinge, die entschlossen sind anderen Schaden zuzufügen, diejenigen, die das Feuer verdient haben. Ausgenommen von dieser Liste sind diejenigen, die als „durchschnittliche Person“ gezählt werden, die jedoch einen Großteil der Menschheit ausmachen, weshalb sie annehmen, dass ihnen alle ihre Sünden sofort vergeben werden.
Aus den Kriterien, die sie sich selbst ausgesucht haben, schließen sie, da sie je weder einen Mord begangen noch etwas gestohlen haben und keine Terroristen sind, dass sie zu den Bewohnern des Paradies gehören.
Von daher ruft, obwohl sie behaupten Muslime zu sein, weder ihr Wille alle möglichen Formen von Sünde zu begehen, noch ihr Widerwille zu beten, oder auch ihre Ablehnung den Quran zu befolgen und sicher innerhalb der von Allah gesetzten Grenzen zu leben, in ihnen kein Gefühl von Furcht oder Nervosität hervor. Der einfache Grund dafür ist ihre fehlerhafte Annahme, dass keine dieser Handlungen oder Versäumnisse einen ausreichenden Anlass geben, ins Fegefeuer geschickt zu werden.
Allerdings ist das ein furchtbarer Fehler, der sie zum Grund des Feuers ziehen wird. Diese unwissenden Menschen beschwören Werte und Prioritäten im Namen des Islam herauf, die sich sehr von denen unterscheiden, die im Quran stehen. Mit anderen Worten, Dinge, die für Allah größte Wichtigkeit haben, werden von ihnen, gemäß ihren schlichten Geistes, als nebensächlich abgetan. Von daher bieten ihre selbst erfundenen religiösen Ansichten einen Lebensstil, der völlig einer aufrichtigen Furcht gegenüber Allah widerspricht. In den folgenden Versen des Quran macht Allah auf die verdrehte Logik dieser Menschen aufmerksam:
Sprich: "Wer versorgt euch vom Himmel und von der Erde her? Oder wer hat Gewalt über Gehör und Gesicht? Und wer bringt das Lebendige aus dem Toten hervor und das Tote aus dem Lebendigen? Und wer führt den Befehl?" Wahrlich, sie werden sagen: "Allah!" So sprich: "Wollt ihr Ihn dann nicht fürchten?" (Sure Yunus: 31)
Diese Menschen können sich nicht den Befehlen und Verboten der wahren Religion unterwerfen, weil sie fest entschlossen hinter ihrer Version der Dinge stehen. Somit leben sie weiter in einem falschen Glauben von Sicherheit, den sie durch die fatale Annahme sie seien für das Paradies vorbestimmt, erlangt haben; sie betrügen damit hauptsächlich sich selbst. Dennoch, egal wie sehr sie sich zu täuschen versuchen, ihr Gewissen wird sie immer an die wahre Realität erinnern.
Wenn sie mit den Wirklichkeiten des Quran konfrontiert werden, ist es für sie unmöglich zuzugeben, dass sie ihr ganzes Leben mit Sünden und schwerwiegenden Fehlern vergeudet haben, und sie weigern sich allen zuzuhören, die ihnen die Situation zu erklären versuchen. Von daher lenken sie sich bewusst ab, um nicht näher darauf einzugehen, indem sie sich auf andere Sachen konzentrieren. Mit anderen Worten, wenn irgendetwas geschieht oder ein Gedanke in ihnen aufkommt, der Furcht oder Beklemmung hervorruft, wenden sie ihre Aufmerksamkeit anderen Dingen zu, weil sie es vorziehen in einem Zustand von imaginärer Sicherheit zu verweilen. Sie versuchen Gedanken an Allah, Seine Drohungen und Seine Bestrafung auszublenden, sie leben sozusagen in einem Zustand andauernder Verleugnung ihrer misslichen Lage: die Unmöglichkeit Allahs Gericht zu entkommen. So sehr sie es auch versuchen; ihre gedankenlose Entschlossenheit die Wahrheit zu ignorieren, wird sie nicht vor dem furchterregenden Ende retten.
Die Annahme “Allah wird uns in jedem Fall vergeben”
Und auf sie folgten Generationen, welche zwar die Schrift erbten, doch nur nach den Gütern dieser Welt greifen und dabei sprechen: "Gewiss wird uns verziehen!"... (Sure al-A'raf: 169)
Wie dieser Vers zeigt, nehmen manche Menschen an, dass ihnen vergeben wird, obwohl sie nicht so leben wie es Allah ihnen vorgeschrieben hat.
Ohne Zweifel ist der Auslöser für diese Annahme ihr Unvermögen Allahs Eigenschaften und Seine Gerechtigkeit richtig zu verstehen, auf Grund ihrer Abhängigkeit von einer Denkweise die wenig oder überhaupt nicht im Quran zu finden ist. Obwohl Allah nachsichtig ist und die falschen Handlungen Seiner Untertanen vergibt, ist die Grundvoraussetzung für diese Vergebung von Allah im Quran folgendermaßen beschrieben:
Vergebung haben bei Allah nur diejenigen zu erwarten, welche Übles in Unwissenheit taten und (recht)zeitig bereuten; diesen vergibt Allah; und Allah ist wissend und weise. Keine Vergebung haben aber jene zu gewärtigen, welche Übles taten bis, wenn der Tod sie ereilt, sie sprechen: "Siehe, jetzt bekehre ich mich!", und auch nicht jene, die als Ungläubige sterben. Für jene bereiten Wir schmerzliche Strafe. (Sure an-Nisa: 17-18)
Dennoch gibt es solche, die, wiederholt offen und geheim gewarnt, die Wahrheit kennen und trotzdem weit davon entfernt bleiben, Allah zu fürchten, und die an ihrer verdrehten Behauptung festhalten, Allah vergebe ihnen nichts desto trotz. Ein solcher Irrtum ist ein offensichtliches Beispiel von Satans Fähigkeit Menschen in die Irre zu führen und zu täuschen. Es ist eine seiner vielen Verlockungen, die zu verschiedenen Arten von falschen Handlungen und Irrtümer führen, die weiter begangen werden. Mehr noch, Allahs Erklärung, dass „denn vor der Strafe deines Herrn ist niemand sicher“ (Sure al-Ma'aridsch: 28) ist ein eindeutiger Beweis, dass auf diesem Weg keinem Vergebung sicher ist.
Sich selbst als dem Paradies würdig empfinden
Es kann keinen Zweifel geben, dass ein verdrehtes Verständnis vom Quran eine ähnlich verdrehte Sicht des Jenseits ermöglicht. Von daher teilt die Mehrheit der dummen Menschen den Glauben, dass sie dem Garten Eden würdig seien. Viele dieser Menschen haben keine Idee, dass sie sich nach ihrem Tod für ihre Taten verantworten müssen. Und selbst wenn es zu so einer Begegnung käme, glauben sie, dass sie ein gutes Resultat erzielen würden und stützen sich somit auf einen falschen Sinn von Sicherheit. Allah gibt im Quran das Beispiel eines überheblichen und selbstsicheren Gartenbesitzers. Er fürchtete Allah nicht, da er in Reichtum lebte und äußerst verwöhnt war. Die hohe Ernte sowie die Schönheit seines Gartens war die Grundlage des Hochmuts des Gartenbesitzers. Das Gefühl der Macht, das er dadurch erhielt, verführte ihn zu dem Glauben, sein Besitz sei unzerstörbar und ewig, und er nahm eine höchst anmaßende Haltung ein.
Sich so gegen sich selbst versündigend, betrat er seinen Garten und sprach: "Ich glaube nicht, dass dies je zu Grunde geht. Und ich glaube auch nicht, dass die Stunde je kommt. Und selbst wenn ich zu meinem Herrn zurückgeholt werden sollte, fände ich dort gewiss einen besseres im Tausch." (Sure al-Kahf: 35-36)
Der Gartenbesitzer ist ein Beispiel der Menschen heutzutage, die im Wesentlichen vergessen haben, dass ein Jenseits und ein Tag des Jüngsten Gerichts existieren, die in Maßlosigkeit leben und die die von Allah gesetzten Grenzen überschreiten. Darüber hinaus, mit der Aussicht auf ewige Nicht-Existenz oder eventuell durch die Auseinandersetzung mit einer Bestrafung im Fegefeuer, betrügen sie sich selbst mit der festen Vorstellung, dass sie letzten Endes den Garten beschreiten werden. Das Verhalten derjenigen Menschen, deren oberflächliches Denken es ihnen erlaubt, den Tag des Jüngsten Gerichts nach Belieben zu verleugnen, und ebenso diejenigen, die sich selbst als dem Garten würdig empfinden, ist eine klares Anzeichen dafür, dass es ihnen an einem furchtvollen Bewusstsein Allahs mangelt.
Ihre Behauptung, Allah zu lieben
Ein anderer Grund, warum die Menschen Allah nicht fürchten oder vorsichtig handeln, ist ihre Behauptung, Allah zu lieben. Jedoch verlangt die wahre Liebe zu Allah Respekt und den Willen, sich von allen Dingen zu distanzieren, die der Geliebte verachtet. Interessant ist allerdings, dass bei der Begutachtung des Lebensstils dieser Menschen, keines der Zeichen gefunden werden kann. Jemand, der Allah aufrichtig liebt, will mehr als alles andere äußerst feinfühlig gegenüber Allahs Grenzen sein; er wird die Dinge lieben, die Er liebt und er wird außerordentlich behutsam Allahs Abneigungen beachten. In jedem Aspekt seines Lebens wird er versuchen, Ihn zufrieden zu stellen indem er Ihm mit vollster Hingabe tiefsten Respekt, Glaube und Unterwerfung zeigt. Derjenige jedoch, der Liebe zu Allah bekundet, obwohl er ein Leben führt, welches Allahs Grenzen überschreitet, behauptet dies nicht ernsthaftig. Diese Unaufrichtigkeit wird unabwendbar Vergeltung und schwerwiegende Bestrafung nach sich ziehen.
Der entscheidende Punkt ist, dass eine verbale Erklärung einer Liebe dieser Art nichts anderes ist, als eine Übung in Selbstbetrug und eine öffentliche Offenbarung von Hochmut. Solche Eigenschaften stehen im absoluten Gegensatz zu dem Geiste und der Botschaft des Quran.
Allah ist sehr vertraut mit den Umständen der Menschen, mit jeder Hoffnung, jedem Gebet und jedem Gedanken. Da dies so ist, ist es notwendig Allah mit Ernsthaftigkeit zu begegnen und seine Freundschaft zu ersuchen. Eine aufrichtige innere Furchtsamkeit wird eine Veranlagung zur Unterwürfigkeit herstellen, die positive Moral stärken und zu Allahs Liebe verhelfen.
Angst beruhend auf Unkenntnis
Die Angst der Menschen, die nicht nach dieser Religion leben, ist jedoch anders. Wenn sie mit einer schwierigen Situation getestet werden, erinnern sie Allahs Zorn und fürchten die Konsequenzen. Allerdings errettet Allah sie nicht eher aus ihrer misslichen Lage, bis sie zurückkehren zu dem früheren Zustand der Verleugnung. Diesbezüglich gibt der Quran das folgende Beispiel:
Er ist es, der euch zu Land und See reisen lässt. Wenn ihr auf den Schiffen seid und sie mit ihnen bei gutem Wind dahineilen und sich dessen freuen, erfasst sie plötzlich ein Sturmwind, und Wogen überdecken sie von allen Seiten, so dass sie glauben, rings umschlossen zu sein. Da rufen sie Allah in lauterem Glauben: "Wahrlich, wenn Du uns hieraus errettest, sind wir Dir gewiss dankbar!" Wenn Wir sie jedoch gerettet haben, üben sie auf Erden wieder Gewalt aus, ohne jede Rechtfertigung. O ihr Menschen! Euere Gewalttätigkeit richtet sich doch nur gegen euch selbst. Ihr genießt das irdische Leben ja nur im Nießbrauch. Dann ist euere Heimkehr zu Uns, und Wir werden euch eröffnen, was ihr getan habt. (Sure Yunus: 22-23)
Wie bei dem vorangegangen Beispiel deutlich wurde, wird die Furcht solcher Menschen ihnen keinen Nutzen bringen. In unmittelbarem Gegensatz zu den Gläubigen, werden sie weder etwas lernen, noch den Sinn solcher Begebenheiten beachten oder reflektieren. Von daher unterrichtet uns Allah im Quran, dass diejenigen, die ehrfüchtige Erkenntnis erfahren, Acht geben werden:
Ermahnen lässt sich, wer (Allah) fürchtet. Doch der Unselige geht dem aus dem Wege. (Sure al-A’la: 10-11)
Hieran sehen wir, dass die unaufrichtigen Menschen, die in den oberen Versen Erwähnung finden, von der zweiten Gruppe Menschen sind. Das ist der Fall, da sie für die tiefe innere Furcht vor Allah keinen Sinn haben. Die Vorfälle, denen sie ausgesetzt sind, werden sie nicht auf den richtigen Pfad führen. Allah unterrichtete uns im Quran über das Handeln solcher Menschen in unzähligen Versen. Zum Beispiel:
Sprich: "Wem gehört die Erde und was darin ist, sofern ihr es wisst?" Da werden sie sagen: "Allah!" Sprich: "Wollt ihr denn dann nicht nachdenken?" Sprich: "Wer ist der Herr der sieben Himmel und der Herr des gewaltigen Throns?" Da werden sie antworten: "Allah!" Sprich: "Wollt ihr Ihn denn dann nicht fürchten?" Sprich: "Wer ist es, in Dessen Hand die Herrschaft über alle Dinge liegt und Der beschützt, vor Dem es aber keinen Schutz gibt -falls ihr es wisst?" Da werden sie antworten: "Allah!" Sprich: "Weshalb seid ihr (dann) so verblendet?" Doch nein! Wir haben ihnen die Wahrheit gebracht, jedoch sie leugnen sie. (Sure al-Mu'minun: 84-90)
DIE MENSCHEN KÖNNEN NUR MIT DER LIEBE ZU ALLAH BEHAGLICHKEIT FINDEN
KONFERENZEN MIT DEM THEMA ''DER NIEDERGANG DER EVOLUTIONSTHEORIE UND DIE WAHRHEIT DER SCHÖPFUNG'' IN BERLIN - DEUTSCHLAND, AM 17-18 APRIL, 2010 KONFERENZ MIT DEM THEMA ''DER NIEDERGANG DER EVOLUTIONSTHEORIE UND DIE WAHRHEIT DER SCHÖPFUNG'' – 28 MAI. 2010, DARMSTADT

DER PROPHET JOSEPH

WUNDER DES GEHIRNS: RIECHEN UND SCHMECKEN

DIE LÖSUNG ALLER PROBLEME: DIE WERTE DES QURAN

BIOMIMETRIE: TECHNOLOGIE IMITIERT NATUR

DER ISLAM: DAS LICHT, DAS DIE WELT ERLEUCHTET

DAS GEHEIMNIS DER PRÜFUNG

DIE BLUTIGE GESCHICHTE DES FASCHISMUS TEIL I

DER PROPHET MOSES (A.S) UND DIE BUNDESLADE

FOSSILIEN STÜRZEN DIE EVOLUTIONSTHEORIE

DIE WUNDER DES QURAN - 4

DIE WUNDER DES QURAN - 3

DIE WUNDER DES QURAN - 2

DIE WUNDER DES QURAN - 1

EINE WELT AUS EIS

DER WUNDERBARE PLANET 1: Beweise Der Schopfung Auf Der Erde

WANDERNDE TIERE - FÜR KINDER 8

TIERE DIE SICH VERSTECKEN KONNEN - FÜR KINDER 7

TIEFES NACHDENKEN

Die Mehrheit der Menschen benutzt ihre Denkfähigkeit nicht so, wie sie es könnte. Der Zweck dieses Dokumentarfilms ist es, die Menschen aufzufordern, so zu denken, wie es angemessen wäre, und sie bei Ihren Bemühungen dabei zu unterstützen.

LIEBE UND ZUSAMMENARBEIT UNTER DEN LEBEWESEN

Einigkeit… Solidarität… Selbstlosigkeit… Aufopferung … Jeder möchte diese Attribute besitzen… Dieser Dokumentarfilm befasst sich mit Sozialverhalten. Doch die Stars dieses Films sind keine Menschen...

ALTRUISMUS IN DER NATUR

In diesem Film werden Sie ein wunderbares, von Allah in den Lebewesen hervorgerufenes Gefühl mütterlicher Liebe und der Selbstaufopferung sehen, das Mütter für ihren Nachwuchs hegen, und Sie werden Zeuge eines der größten Beweise der Schöpfung in der Welt werden...