Die Menschen, die Allah nicht fürchten, können jede beliebige Eigenschaft zeigen, ungeachtet Allahs Unmut. Jemand der vergessen hat, dass er sich Allah erklären muss, hat kein Bedürfnis und keinen Grund ehrlich, gerecht und ehrbar zu sein und anderen zu dienen; kurz, ein gutes moralisches Verständnis zu zeigen. Er ist ausschließlich motiviert durch seinen eigenen Ehrgeiz und persönlichen Nutzen. In Anbetracht zu ziehen, auch anderen Nutzen zu bringen, ist für ihn unbedeutend. Es gibt nichts, dass solche Menschen nicht machen würden um ihren eigenen Vorteil zu sichern. Durch ihre Unfähigkeit Allahs Macht anzuerkennen, dient die Aussicht auf Allahs Bestrafung nicht als Anreiz ihre Wege zu bessern. Da sie keine Furcht vor Allah oder Seine Bestrafung haben, halten sie sich nicht an Grenzen, missachten Allahs Verbote, zeigen eine unterdrückerische Art anderen gegenüber, und sind maßlos in allem Schlechten. Da sie nicht über Allahs Gewalt und Seine Rache nachdenken, überschreiten sie Allahs Grenzen ohne einen Gedanken daran zu verschwenden.
Aus diesen Gründen sind Menschen, die Allah nicht fürchten, offen dafür, jede mögliche Sünde und moralische Verwerflichkeit zu begehen. Sie folgen nicht Allahs Religion und durch ihr bedrängendes Verhalten schrecken sie andere von der Religion ab. Ohne Zweifel wird die Unterdrückung, die von diesen Menschen ausgeübt wird, im Jenseits beantwortet werden. Allah spricht im Quran von diesen Menschen und ihren Untergang:
Nun werden wir die gestörten Eigenschaften der Missetäter untersuchen, die Allah nicht fürchteten und die im Quran Erwähnung finden.Siehe, diejenigen, welche ungläubig sind und von Allahs Weg abwendig machen, sind weit abgeirrt. Siehe, denjenigen, welche nicht glauben und Unrecht tun, wird Allah nicht verzeihen, und Er leitet sie nicht des Wegs, (Sure an-Nisa: 167-168)
Allah erschuf die Engel und die Dschinnen, bevor er Adam, den ersten Mann und Propheten, erschuf. Sie waren vereint in ständigen Lobgesängen und Preisungen auf Allah. Dann erst erschuf Allah Adam und befahl den Engeln sich vor diesem nieder zu werfen. Satan (Iblis) jedoch, der inmitten der Engel stand, obwohl er einer der Dschinnen war, rebellierte gegen Allahs Befehl und wurde aufsässig Ihm gegenüber. Aus diesem Grund glaubte Satan, er sei über Prophet Adam erhaben. Der Quran erzählt:
Auf dieses antwortete Satan:Er fragte: "O Iblis! Was hinderte dich daran, dich niederzuwerfen vor dem, was Ich mit Meinen Händen erschuf? Bist du zu stolz oder glaubst du etwa, höherrangig zu sein?" (Sure Sad: 75-76)
Satans dreister Ungehorsam gegenüber Allahs Befehl resultierte daran, dass Allah ihn verfluchte und zur ewigen Bestrafung in die Hölle verdammte. Ohne Zweifel entstand Satans Aufsässigkeit aus einem unverständlichen Zustand geistlicher Verwirrung. Er hat Allahs Existenz persönlich erlebt. Tatsächlich sprach er direkt mit Allah. Er hatte ein sicheres Wissen über Allahs Eigenschaften, Seine Macht und die ewige Bestrafung durch die Hölle.„… "Ich bin besser als er! Mich hast Du aus Feuer erschaffen, ihn aber nur aus Lehm." (Sure Sad: 77)
Die unheimliche Ähnlichkeit zwischen Satan und all denen, die ein furchtsames Bewusstsein von Allah ablehnen, entsteht in ihnen selbst. Ein klares Wissen von Allahs Existenz zu haben, und Ihn gleichzeitig zu leugnen und gegen seine Autorität zu rebellieren, stellt eine erstaunliche Leistung dar. Angesichts Satans direkten und sicheren Wissen, würde man von ihm erwarten, die allerhöchste Stufe des Glaubens und der Furcht vor Allah erlangt zu haben. Ebenso würde man von ihm erwarten, einen Grad des beständigen Wissens um Allah zu behalten und Allah somit beispiellosen Respekt und Gehorsam zu zollen. Stattdessen zeigt Satan hässliche Dreistigkeit und Anmaßung:
Ein anderer Vers enthüllt ihren geistlichen Zustand und den Mangel an Verständnis folgendermaßen:Sprich: "Wer versorgt euch vom Himmel und von der Erde her? Oder wer hat Gewalt über Gehör und Gesicht? Und wer bringt das Lebendige aus dem Toten hervor und das Tote aus dem Lebendigen? Und wer führt den Befehl?" Wahrlich, sie werden sagen: "Allah!" So sprich: "Wollt ihr Ihn dann nicht fürchten?" (Sure Yunus: 31)
Ein anderes Thema, welches diese Leute achtlos verleugnen ist die Auferstehung. Für einen Menschen, der weiß, dass er aus Nichts erschaffen wurde und sicher weiß, dass er irgendwann sterben muss, zu fragen, wie er auferstehen wird, ist, ohne Zweifel, verblüffend und verwunderlich.Die Ungläubigen gleichen dem, der etwas anruft, das nichts hört als Laufe und Rufen. Taub, stumm, blind: sie haben keinen Verstand. (Sure al-Baqara: 171)
Der Quran bespricht den Tag der Auferstehung und beschreibt die ungläubige Reaktion der Menschen, die ihn verleugnen:
Wenn du dich darüber verwunderst, dann ist ihr Fragen umso verwunderlicher: "Wenn wir zu Staub geworden sind, sollen wir dann wirklich in einer neuen Schöpfung wiedergeschaffen werden?" Das sind die, welche ihren Herrn verleugnen und die ein Joch um den Hals tragen werden. Und sie werden Bewohner des Feuers sein und ewig darin verweilen. (Sure ar-Ra‘d: 5)
Die am besten feststellbare Eigenschaft solcher Menschen, die nicht Allah fürchten ist ihr Zustand gedankenlosen Stolzes und Überheblichkeit. Dahinter steckt die Tatsache, dass dieser Mensch sich selbst als unabhängig von Allah sieht und sich Eigenschaften zuschreibt, die nur zu Allah gehören. Das ist vollkommen abwegig, da die Menschheit schwach ist und viele Grenzen hat. Egal für wie erhaben und mächtig er sich selbst hält, irgendwann wird er müde werden, hungrig, durstig, schläfrig, an Kopfschmerzen und anderen Krankheiten leiden, sein Körper wird sich mit dem Alter verschlechtern, und irgendwann wird er sterben und sein Körper verenden.Spricht man zu ihm: "Fürchte Allah, " so ergreift ihn sündiger Stolz. Darum ist sein angemessener Lohn die Hölle –was für eine üble Ruhestätte! (Sure al-Baqara: 206)
Es ist unmöglich für Menschen überheblich und anmaßend zu werden, solange ihnen bewusst bleibt, dass es Allah ist, Der Alles aus Nichts erschuf, Der uns alle Eigenschaften und alles Potenzial gab, dass wir besitzen, dass Er uns alles entziehen kann, was Er uns schenkte, wann immer Er es wünscht, und dass alle lebendigen Dinge befristet sind und nur Seine Existenz ewig währt.
Dennoch würden nur solche Menschen, die ihre Grenzen vergessen und deren schwacher Verstand solche Dinge nicht versteht, jemals so dreist sein. Das war der Fall bei Korah, dessen Verhalten Allah im Quran als Beispiel für die gesamte Menschheit nimmt.
Der Hintergrund zu Korahs Selbstüberschätzung und seinem Unvermächtnis Allah zu fürchten, war sein Wohlstand. Er hatte vergessen, dass aller Reichtum Allah gehört und wenn Er es wünschte, könnte Er sich diesen Reichtum zurückfordern. Anstatt dessen bildete er sich ein, dass diese Kostbarkeiten von ihm erworben wurden als Resultat seiner eigenen Fähigkeiten.
Der tragische Untergang des Korah ist ein offenes und klares Beispiel für diejenigen, die keine Angst vor Allah haben und damit beschäftigt sind, hochmütig zu sein. Ein angenehmer Ort im Jenseits ist jedoch den aufrichtigen Menschen sicher, die nicht hochmütig sind:Siehe, Korah war vom Volke Moses, doch verging er sich gegen sie. Wir aber gaben ihm so viel an Schätzen, dass seine Schatztruhe für eine größere Schar kräftiger Leute eine Bürde gewesen wäre. Als sein Volk zu ihm sprach: "Frohlocke nicht, Allah liebt nicht die Frohlockenden, und suche mit dem, was dir Allah gegeben hat, die künftige Wohnung, ohne deinen Anteil an dieser Welt zu vergessen. Und tu Gutes, so wie Allah dir Gutes tat, und stifte kein Verderben auf Erden; siehe, Allah liebt nicht die, welche Unheil stiften!". Da sprach er: "Das (alles) wurde mir in Anerkennung meines Wissens gegeben!" Wusste er nicht, dass Allah bereits vor ihm ganze Geschlechter vernichtet hatte, die an Kraft stärker as er waren und mehr aufgehäuft hatten? Aber die Missetäter werden nicht nach ihren Sünden befragt, (Sure al-Qasas: 76-78)Dann ließen Wir die Erde ihn und sein Haus verschlingen. Da fand er niemand, ihm zu helfen, außer Allah; und er konnte auch sich selbst nicht helfe. Am anderen Morgen sagten jene, die sich tags zuvor en seine Stelle gewünscht hatten: "Sieh nur! Allah versorgt, wen von Seinen Dienern Er will, reichlich oder bemessen. Wäre Allah uns nicht gnädig gewesen, hätte Er die Erde unter uns gespalten. Sieh nur! Den Ungläubigen ergeht es nicht wohl." (Sure al-Qasas: 81-82)
Jene zukünftige Wohnung: Wir haben sie für diejenigen bestimmt, welche auf Erden nicht mächtig sein und kein Unheil anrichten wollen. Und das (gute) Ende ist für die Gottesfürchtigen. (Sure al-Qasas: 83)
Ein Mensch, der Allah fürchtet, würde umsichtig sein und sich selbst vor seinem tiefen, inneren Verlangen schützen. Außer dieser Furcht gibt es keine, die eine so positive, tiefgreifende Veränderung des Charakters verlangt. Der Bruder, der Allah nicht fürchtete, unterlag dem ungezügelten Verlangen seiner Selbst. Als ein Resultat des Neides und der Wut darüber, dass sein Opfer nicht akzeptiert wurde, und durch den Rivalitätssinn, den er gegen seinen Bruder hegte, drohte er, ihn zu töten und unweigerlich führte er diese Drohung auch aus. Dieser Fall dient als Warnung, wie gefährlich es sein kann, die Furcht vor Allah zu verlieren und sich dem Verlangen des niederen Selbst hinzugeben.Und verkünde ihnen der Wahrheit gemäß die Geschichte der beiden Söhne Adams, als sie ein Opfer darbrachten. Angenommen wurde es von dem einen von ihnen, aber nicht von dem anderen. Er sprach: "Wahrlich, ich schlage dich tot!" (Der andere) sprach: "Siehe, Allah nimmt nur von den Gottesfürchtigen an. Wahrlich, erhebst du auch deine Hand gegen mich, um mich totzuschlagen, so erhebe ich doch nicht meine Hand gegen dich, um dich zu erschlagen. Siehe, ich fürchte Allah, den Herrn der Welten. Siehe, ich will, dass du dir meine und deine Sünde auflädst und ein Bewohner des Feuers wirst; denn dies ist der Lohn der Missetäter." Da trieb es ihn, seinen Bruder zu erschlagen, und so erschlug er ihn und wurde einer der Verlorenen. (Sure al-Ma’ida: 27-30)
Jemand, der Allah nicht fürchtet, wird, wenn er sich persönlich angegriffen fühlt, nicht zögern, seinem Widersacher körperlichen sowie geistlichen Schaden zuzufügen. Gleichzeitig ist Neid eine grundlegende Eigenschaft Satans. Als Satan von der Gegenwart Allahs vertrieben wurde, zeigte er all den Hass und Neid, den er gegenüber dem Propheten Adam verspürte und versprach, dass er mit all seiner Macht alle zukünftigen Nachkommen in die Hölle zerren werde. Jedoch ist dieser Fluch nur anwendbar auf Satans Gefährten und Freunde. Für diejenigen Gläubigen jedoch, die Allah fürchten und mit Bedacht handeln, hat der Fluch nicht den geringsten Einfluss.
So, wie sich diese Menschen als vollständig unabhängig sehen, so empfinden sie sich ebenfalls als befreit von den verhängnisvollen Folgen ihrer Handlungen. Aus diesem Grund, verharren sie in ihrer rücksichtslosen Dreistigkeit. Je größer Allahs Wohlwolle ihnen gegenüber ist, desto rücksichtsloser verhalten sie sich. Sie begreifen nicht, dass Allah sie lediglich prüft, so dass, je länger sie ihre zügellose Art fortführen, ihre Bestrafung in der Hölle immer größer wird.Doch nein! Der Mensch ist wahrlich rebellisch, weil er auf niemand angewiesen zu sein glaubt. (Sure al-’Alaq: 6-7)
Da sie dieser Wirklichkeit nicht gewahr sind, verstehen sie die Möglichkeiten und Reichtümer, die Allah ihnen gewährt hat, als Schutz vor Bestrafung. Sie denken zum Beispiel, dass ein stabiles und wertvolles Auto sie vor Unfällen, Verletzungen oder sogar dem Tod bewahrt. Sie denken, dass ein solides und starkes Gebäude sie vor Erdbeben, Katastrophen oder Angriffen schützt. Natürlich kann ein Mensch sich dazu entscheiden als Vorsichtsmaßnahme in einem soliden Gebäude zu leben, jedoch wird auch das solideste Gebäude der Welt einstürzen, wenn die Zeit gekommen ist.Und lasse dich nicht von ihrem Vermögen und ihren Kindern beeindrucken. Siehe, Allah will sie in dieser Welt damit nur strafen, so dass ihre Seelen verscheiden, während sie ungläubig sind. (Sure al-Tauba: 85)
Derartige Menschen denken auch, dass sie, wenn sie jede mögliche Vorkehrung bezüglich ihrer Gesundheit und ihrem körperlichen Wohlbefinden treffen, vor jeder Krankheit geschützt sind. Dies ist jedoch ein nie endender Kampf. Nur ein einziger Virus genügt, um Allahs Bestrafung zu diesen Menschen zu bringen. Ähnlich kann das Platzen der kleinsten Ader im Gehirn der Anfang einer ewigen Bestrafung sein, die diese Menschen ertragen müssen. Kein anderer Mensch und keine andere Macht kann jemanden vor Allahs Bestrafung beschützen. Allah sagt im Quran:
Diejenigen, die ohne Furcht vor Allah sind, akzeptieren nicht einmal die Unabwendbarkeit des Todes. Für diese Menschen erscheint der Tod einer jungen Person, die ihnen nahe stand, oder auch der unerwartete Tod wichtiger Einzelpersonen oder Menschen, die im Interesse der Öffentlichkeit standen, schockierend und sinnlos. Einen Menschen sehen zu müssen, der einst gesund und leistungsfähig war und dann nicht mehr wiedererkennbar ist, ist ein ernsthafter Rückschlag für Menschen, die es vorziehen, den Tod zu vergessen.„... der, auf den Mein Zorn hereinbricht, kommt zu Fall.“ (Sure Ta Ha: 81)
Ebenso, wenn sie einen Freund sehen, mit dem sie sich noch wenige Tage zuvor getroffen haben, der am Straßenrand in einem fast nicht identifizierbaren Zustand gefunden wurde, überfahren, und sie dann zuschauen müssen, wie der Körper in einem schwarzen Leichensack verschwindet, zugezogen von Kopf bis Fuß, dann erinnern sie sich an viele Dinge, die sie vergessen wollen. Jemanden in ihrem Alter, mit ihrem Lebensstil und ihrer Denkweise am Straßenrand liegen zu sehen, umzingelt von einer Menschenmenge, würde ihr Herz mit der befürchteten Erkenntnis füllen, dass sie ganz und gar unvorbereitet auf ihren eigenen Tod und das Jenseits sind. Wenige Tage zuvor hätten sie mit ihrer Designerkleidung angegeben und über ihre beruflichen Ambitionen gesprochen, während sie behaupten, keine Zeit für Religion zu haben und Witze über das Jenseits machen. Doch plötzlich, konfrontiert mit dem Anblick ihres ehemaligen Freundes, finden sie sich in einer durchaus anderen Denkweise wieder. Der Rettungsdienst wird die zerbrochene Brille aufsammeln, die auf den Boden aufgeschlagen ist, die beschädigten Schuhe und die modischen Accessoires, die er getragen hat. Sein einst so stolzer Körper wird direkt zum Leichenschauhaus gebracht, um Verwesung vorzubeugen und dort mit anderen Körpern gelassen. Was einst ein Mensch gewesen ist, wird, innerhalb weniger Tage, eingepackt in ein weißes Tuch, in ein Loch im Boden platziert.
Dennoch wird diese Furcht für die meisten nicht lange anhalten. Innerhalb kurzer Zeit werden sie zu ihrer alten Einstellung zurückkehren, dass der Tod jeden betrifft außer sie selbst. Obwohl sie Menschen um sich herum sterben sehen, obwohl sie wissen, dass sie das Jenseits erwartet, obwohl ihr eigener Körper altert und obwohl sie sich Schritt für Schritt dem Ende nähern, fürchten sie Allah nicht, und weigern sich überhaupt über den Tod nachzudenken. Aus diesem Grund ziehen sie es vor, anstatt die wenige Zeit, die ihnen bleibt, zu nutzen, um ihre Wege zu ändern und sich Allahs Weisungen zu fügen, eine immer höhere Ebene der Rücksichtslosigkeit zu verfolgen.
Nur jemand, der Allah fürchtet, wird nicht dieser Art von Furcht unterliegen. Furcht vor Allah und Glauben an Ihn verdrängt all diese anderen Schrecken. Zu wissen, dass Allah der Besitzer und Erschaffer von allem ist, und dass keine Ereignisse passieren, die nicht seiner Kontrolle und göttlicher Voraussicht unterliegen, und zu wissen, dass Allah diejenigen schützt, die an Ihn glauben und Ihn fürchten, und über sie wacht, führt zu Freiheit von allen möglichen Ängsten und falschen Bedürfnissen. Der Quran teilt mit:
Menschen, die nicht an Allah glauben und Ihn dementsprechend nicht fürchten, werden im Bezug auf andere Dinge und Menschen eine Vielzahl verschiedener Ängste erleben. Sie werden sich nie Allah gegenüber für ihre Taten verantwortlich fühlen, aber sind sich in hohem Maße ihrer Verantwortung gegenüber Vorgesetzten, Partnern, Müttern und Vätern und vielen anderen solcher Menschen bewusst.Als Gleichnis stellte Allah einen Mann dar, der mehreren Herren gehört, die miteinander im Zwiespalt stehen, im Vergleich zu einem Mann, der gänzlich seinem einzigen Herren ergeben ist. Sind diese beiden etwa in gleicher Lage? Gelobt sei Allah! Doch die meisten von ihnen verstehen es nicht. (Sure az-Zumar: 29)
Wenn die Angst, welche nur Allah gelten sollte, auf Seine Schöpfungen projiziert wird, vermindert es diese Menschen zu Unwürdigen, da der einzige würdig gefürchtet zu werden, Allah ist. Er ist der Besitzer von Stärke und Macht und alles unterliegt Ihm und ist unter Seiner Kontrolle. Nichts entsteht außer durch Seinen Willen und Sein Wissen. Ohne Seine Zustimmung kann kein Unrecht geschehen. Von daher sollte nichts außer Allah gefürchtet werden.
Wie wir bereits beobachtet haben, fürchten diese Menschen andere als Allah, weil sie in ihnen eine Stärke und Macht sehen, die unabhängig von Allah ist. Sie machen den ungeheuren Fehler Allah zurückzuweisen und Hilfe von Seinen Schöpfungen zu ersuchen. Daraus resultiert, dass sie nicht nur keine Hilfe von Allah erlangen, sondern auch, dass ihre Leben verdorben sind durch das schädigende Vertrauen in die Ignoranz, die Launenhaftigkeit und andere menschliche Fehler derer, auf die sie sich, anstelle von Allah, verlassen haben.
... fürchtet nicht die Menschen, sondern fürchtet Mich und verkauft nicht Meine Botschaft um einen geringen Preis. Und wer nicht nach dem richtet, was Allah hinabgesandt hat - das sind Ungläubige. (Sure al-Ma'ida: 44)... Fürchtet nicht sie, sondern fürchtet Mich. Und Ich will meine Gnade an euch vollenden; und vielleicht lasst ihr euch leiten. (Sure al-Baqara: 150)
Die Kinder Israels waren mit solcher Gnade gesegnet, wie sie noch kein Mensch zuvor erfahren hat. Ihnen wurden unzählige Wunder gezeigt, und obwohl einige von ihnen zu Propheten berufen wurden, blieben sie rebellierend und unberührt von diesen Dingen. Der Prophet Musa versuchte sie ruhig zu belehren, aber sie fanden nicht zu wahrem Gehorsam und Glauben in Allah. Als sie Zeuge wurden von Allahs Zorn, ersuchten sie Vergebung, und als Allahs Zorn abklang, wiederholten sie ihre Missetaten und nahmen sogar andere Götter als Ihn an. Während ihre Propheten sich in schwierigen Streitigkeiten mit den Ungläubigen bemühten, waren die Heuchler unter den Kindern Israels interessierter daran, ihre eigenen Vorteile und Gewinne zu sichern, und waren nie gewissenhaft mit ihren Verpflichtungen gegenüber Allah und Seiner Religion.
In grober Darstellung von Undankbarkeit ließen sie Musa in einem Moment größter Probleme allein, um sich auf ihr eigenes Wohlergehen und ihren eigenen Unterhalt zu konzentrieren. Schließlich, als wäre dies nicht schon genug, zeigten sie sich unverfrorene und undankbar ihm gegenüber. Sie sagten:
Durch dieses wird klar, dass solche Menschen keine Angst vor Allah besitzen, und sie dadurch, sollte ihren eigenen Interessen etwas im Weg stehen, sofort rebellieren. Trotz des Schutzes, den sie von Allah und Seinen Boten gegen die Unterdrückung durch ihren aggressivsten Feind, den ägyptischen Pharao, erhielten, trotz der unzähligen Segen und der ständigen Einladung zum Glauben und ewiger Erlösung, war all diese augenblicklich vergessen.Sie sprachen: "O Moses! Wir werden niemals eintreten, so lange sie drinnen sind. Gehe, du und dein Herr, und kämpft; wir bleiben hier sitzen." (Sure al-Ma'ida: 24)